D iese Woche ist es passiert: Der erste Euro im Fasten-Brecher-Becher war fällig. Ein Kleinkind mit Mittelohrentzündung, ein vollgepackter Terminplan und ein ziemliches Sauwetter waren zuviel, Sport war am Montag nicht drinnen. Nach zweieinhalb Wochen war das der erste Tag Pause. Abhaken und weiter.

Irgendwo auf dem Weg vom Feierabend ins Bett muss ein zeitfressendes Monster lauern. Es passiert zu oft, dass ich mir erst nach 22 Uhr die halbe Stunde nehme, die für den täglichen Sport nötig ist. Das muss doch irgendwie besser zu organisieren sein. Also habe ich einmal bei Christoph Schmitt vorbeigeschaut. Er hat Sportmanagement studiert, ist Personal Coach und bietet EMS-Training an. Ich werde verkabelt. Große Elektropads an Oberschenkeln und Po, Bauch, Brust, Rücken und Armen stimulieren die Muskeln mit elektrischen Impulsen. Das ist ein bisschen wie im Fitnessstudio, nur dass die elektrischen Reize die Gewichte ersetzen. "Das ist schonender für die Gelenke und ich muss nicht von Gerät zu Gerät springen", sagt Schmitt.

Mein laienhaftes Verständnis: Ich spüre, wie sich die Muskeln bis in die letzte Faser in Sekundenbruchteilen zusammenziehen und wieder entspannen. Sich dagegen anzubewegen und die Übungen auszuführen, die Schmitt vorzeigt, ist anstrengend. Richtig anstrengend. Ich komme nach wenigen Augenblicken gehörig ins Schnaufen und bin nach 15 bis 20 Minuten platt. Ein gutes Gefühl.