Mit Märchen, Sagen und Legenden aus der Rhön beschäftigt sich die neue Ausstellung "Sagenhaftes aus und Märchenhaftes für die Rhön" im Bruder-Franz-Haus auf dem Kreuzberg. Sie kann bis zum 27. September täglich, von 10 bis 18 Uhr, besucht werden.

Karin und Lothar Reichardt aus Hilders stellen über 30 Bilder aus, die sich mit Märchen- und Sagenhaftem befassen. Zu der Malerei von Lothar Rei-chardt gibt es Geschichten, einige auch aus der Feder seiner Frau Karin.
Die kurzen oder auch etwas längeren Geschichten sind direkt bei den Bildern angebracht und können in aller Ruhe gelesen werden. Die Ausstellung im Bruder-Franz-Haus eignet sich auch hervorragend für Familien mit Kindern, um die Rhöner Märchen- und Sagenwelt in den Sommerferien miteinander zu erleben. Denn viele der Sagen und Legenden haben in der Rhön einen konkreten Ort, der oft problemlos aufgesucht werden kann.
Ideengeber für die neue Ausstellung im Bruder-Franz-Haus war das Sagenbuch von Regina Rinke. In dem Büchlein werden elf Sagen und ihre Original-Schauplätze vorgestellt. Damals wurden an diesen Plätzen Tafeln mit den Sagentexten aufgestellt, zu jeder Geschichte malte der Künstler Lothar Reichardt ein Bild. Natürlich werden auch die Standorte der Tafeln und Wandermöglichkeiten aufgezeigt.

Auch Scherenschnitte

Das Sagenbuch wird seit Jahren im Bruder-Franz-Haus verkauft, und so entstand im Team des Bruder-Franz-Haus die Idee zur Ausstellung zu diesem Thema. Da viele der Orginalbilder des Sagenbuches schon verkauft sind, schlugen Reichardts vor weitere Sagen, Märchen und Legenden der Rhön vorzustellen. Und da Rinkes Sagenbuch in erster Auflage vergriffen ist, entschloss sie sich, eine zweite Auflage herauszugeben. Ergänzt wird die Ausstellung durch über 30 Scherenschnitte von Marina Leiska.

Eröffnet wurde die Ausstellung durch Pater Rainer Treutlein, der sich überrascht zeigte, welche Schätze in der Rhön schlummern. Dass die neue Ausstellung sehr gut werde, davon war er überzeugt und gestand, dass ein Lieblingsbild, das "Haferbreimonster" ihn an vergangene Kindheitstage erinnere.
Märchenerzählerin Heidi Andriessen führte das Publikum in die Welt der Märchen und deren Schwestern, der Sagen und Legenden. "Sie sind das größte Kulturgut der Deutschen Sprache", betonte sie.