Neulich in der Fußgängerzone werde ich von einem Bekannten angesprochen. "Mensch du fällst ja fast vom Fleisch", sagt er und lacht. Seitdem ich faste, kommen solche Kommentare ständig. Das ist natürlich unglaublich übertrieben, weil ich mich außer bei Süßigkeiten nicht weiter einschränke. Bisher klappt der der Verzicht ziemlich gut, die Heißhunger-Attacken auf Schokolade lassen auf sich warten.

Als Apptetitzügler habe ich mich ein wenig mit den Produktionsbedingungen auseinander gesetzt, der schmutzigen Seite der Schokolade sozusagen. Laut Unicef schufteten 2011 allein in Westafrika 600 000 Kinder unter gefährlichen Bedingungen auf Kakaoplantagen. Viele tun das, um ihre armen Familien zu unterstützen, manche sind Kindersklaven. Die schmutzig erzeugte Schokolade landet am Ende auch in deutschen Schokohasen. Wer als Verbraucher an den Zuständen etwas ändern will, greift zur teuren Fairtrade Schokolade im Eine-Welt-Laden. Das ist zwar besser als nichts, aber für die Masse der Kinder ändert sich dadurch nicht viel. Dazu braucht es die großen Lebensmittelkonzerne und die setzen noch zu zögerlich und erst seit wenigen Jahren auf saubere Schokolade.