Es ist nach wie vor unklar, wie es mit der Eishalle weitergeht. Der Stadtrat hat den Verkauf am Mittwochabend in einer Marathonsitzung nichtöffentlich behandelt. Zwei Investoren hatten dem Gremium ihre jeweiligen Konzepte für den künftigen Betrieb vorgestellt, Präsentation und anschließende Beratung zogen sich über Stunden. Details zu den Plänen wurden jedoch nicht bekannt. Weder Stadträte noch Verwaltung kommentierten die Gespräche.

Die Länge der Sitzung deutet allerdings darauf hin, dass es offenbar noch einige Unwägbarkeiten gibt und dass noch keine Entscheidung gefallen ist. Es steht insofern zu vermuten, dass weitere Verhandlungen zur Klärung benötigt werden. Für die betroffenen Vereine bedeutet das banges Warten.

Dass am Mittwoch kein Ergebnis zustande kam, ist auch der Kenntnisstand von Kissinger Wölfe Chef Michael Rosin. Der Eishockeyclub hätte sich ein Resultat diese Woche gewünscht, weil die Planungen für den Spielbetrieb davon abhängen. Rosin muss heute Mannschaften für die kommende Saison melden und sich zudem mittelfristig um Sponsoren kümmern. "Unsere Planungen hängen im luftleeren Raum", klagt Rosin.

Der Skiclub Bad Kissingen benötigt eine Entscheidung zwar nicht so drängend wie die Wölfe, aber auch hier ist die Sorge groß, wie es in Zukunft weiter geht. Der SC bietet in der Eishalle Schlittschuhkurse und Eisstockschießen an. "Das würde uns abgehen. Ansonsten ist im Winter nicht viel an Aktivitäten los", sagt Christian Draga. "Wir harren der Dinge und sind gespannt, was dabei herauskommt", meint Jörg Schaffelhofer, Vorstandsmitglied beim FC 06 Bad Kissingen. Der Fußballverein betreibt die Gaststätte, die an die Eishalle anschließt. "Für uns wäre es schade, wenn uns unser Sportheim genommen würde", sagt er besorgt.

Das wäre auch für den Post SV bitter. "Während unserer Spiele ist die Gaststätte die erste Anlaufstelle", berichtet Maximilian Pfülb. Der Post Sportverein nutzt an der Eishalle neben dem Fußballplatz auch einen Ballraum sowie die Umkleiden. "Wir müssen die Sicherheit haben, dass wir das Gelände auch in Zukunft nutzen können", sagt er. Die Stadt hat den Vereinen inzwischen Infogespräche in der kommenden Woche angeboten.


Öffentliche Sitzung vertagt

Wie zu erfahren war, hat der Stadtrat bis nach Mitternacht getagt. Der öffentliche Teil der Tagesordnung wurde großteils verschoben und wird in einer neuen Sitzung behandelt. Behandelt wurden personelle Änderungen in den Ausschüssen, die sich durch die Personalie Steffen Hörtler als neuem CSU-Fraktionssprecher ergeben haben. Hörtler gehört jetzt für Wolfgang Lutz dem Finanzausschuss an, Stellvertreterin Martina Greubel kommt für Bernhard Schlereth (alle CSU) in den Bauausschuss.