VON Siegfried Farkas

Überlegt hat der Verein zur Förderung von Jugendveranstaltungen durchaus, ob er Besucher seines Umsonst & Draußen vielleicht nicht mehr umsonst reinlassen soll. Aber entschieden hat er sich am Ende anders. Nach einmal aussetzen wird der Verein sein Festival heuer wieder ausrichten. Und es wird wieder keinen Eintritt kosten.
Zwei Tage, drei Bühnen und über 30 Bands haben sich die Organisatoren für Freitag, 26., und Samstag, 27. Juni, vorgenommen. Angekündigt sind bis jetzt bereits Bands wie The Kitchies aus Nizza, Scallwags aus Schweinfurt und Soundladen aus Bad Kissingen.

Terminkonflikte vermieden

Der Termin ist so gelegt, dass sich die Konzertveranstalter der Region nicht in die Quere kommen. Das Würzburger Umsonst & Draußen läuft eine Woche, die Lutzi in Rottershausen zwei Wochen vorher. Roxette und Mark Knopfler kommen eine Woche nach dem Kissinger U & D und gastieren im Luitpoldpark. Die spielen aber in einer anderen Liga und vor allem in einer anderen Altersklasse.
So ein Festival auf die Beine zu stellen, ist für einen kleinen Verein ziemlich anspruchsvoll. Um es trotzdem zu schaffen, haben sich die Organisatoren vor ein paar Monaten neu sortiert. Vorsitzende ist jetzt die 25-jährige Vroni Loose. Zusammen mit einem Kreis, zu dem ihr Vorgänger Ralf Stierstorfer, Silke Werth, Dierk Groß, Fridolin Saal, Sandra Stierstorfer und der frühere Vorsitzende Tobias Schneider als Berater gehören, unternimmt sie einen neuen Anlauf.
Wichtig sei heuer eine Botschaft, sagt Vroni Loose: "Wir sind noch da und wir machen weiter." Künftig wollen die Masterstudentin im Fach Spezielle Kommunikation Event, Sport und Gesundheit und ihre Unterstützer das Festival aber konzeptionell wieder voranbringen. Auch über die Wiederaufnahme der früher im Jugendzentrum gepflegten Winterkonzerte werde nachgedacht.
Das Grundkonzept zur Finanzierung des Festivals über den Verkauf von Essen und Getränken halten die Veranstalter durch. "Wir sind weiter der Meinung, es muss doch möglich sein, ein Festival ohne Eintritt zu stemmen", sagt Vroni Loose. "Sonst würden wir uns doch gar nicht mehr von anderen Veranstaltern unterscheiden."
Bei der Lösung des Problems hofft der Verein ein bisschen auch auf Partner und Sponsoren. Den Defizitausgleich durch die Stadt wollen die Organisatoren nur im allergrößten Notfall in Anspruch nehmen.
Beim Eintakten des Programms werden Vroni Loose und ihre Mitstreiter nach eigenem Bekunden stärker als früher Pausen einkalkulieren. Das solle dazu beitragen, dass sich die Besucher möglichst alle Auftritte ohne große Überlappungen anhören können.