Seit 2014 kommen einmal im Monat im English Folk Club in Hausen junge und alte Talente zusammen und zeigen den Gästen, was sie so drauf haben. Man muss kein Profi sein, um mitzumachen. Das Schöne daran: Das Publikum ist den Darstellern stets gewogen. Unterhaltung ist das schlichte Ziel. Genau darum geht es nun auch am Samstag beim International Folk Festival im Konzertsaal des Gasthauses Rhön Adler, zu dem abends ab 19.30 Uhr musikalische Gäste aus der Region, aber auch aus Syrien und Peru erwartet werden.

Dennis Dennehy, Musiker und Songwriter mit irischen Wurzeln aus Bad Kissingen, hatte vor Jahren die Idee, musikalischen Talenten, - ob Profis oder Laien - in der Kurstadt eine Plattform zu bieten. Anfangs kamen wenige, denn es musste sich erst mal herumsprechen.


Wer kommt, kann mitmachen

Wer kommt, ist da und kann etwas zum Besten geben. Aber alles ist freiwillig. Dabei handelt es sich um Sänger, Gitarristen, Musiker mit Akkordeon, Kontrabass, Flöte, Dudelsack, Mundharmonika oder auch Geige. Und nicht zu vergessen: Auch Dichter und Autoren sind dabei. Es kommen Menschen aller Altersgruppen, sagt Dennehy im Gespräch mit der Redaktion. Es waren schon Kinder mit den Eltern da. Und der älteste Teilnehmer war 80. Wer sich entschließt, seine Kunst im Rhön Adler zu zeigen, spielt oder spricht meist ungefähr eine Viertelstunde. Dann ist der Nächste dran.

Inzwischen steht hinter dem English Folk Club sogar eine Art Interessengemeinschaft - so nennt es Dennehy. Das heißt, zwischen zehn und 20 Stamm-Gruppen bzw. Personen sind das Jahr über immer wieder mit von der Partie. Es sind jedoch nicht nur Künstler aus heimischen Gefilden, sondern auch aus Haßfurt, Bamberg oder Würzburg darunter. Einer stammt sogar von der Nordseeinsel Spiekeroog. Laut Dennehy kommt er jedes Mal vorbei, wenn er hier in der Gegend zu tun hat.


Mit Dudelsack

Beim Folk Festival am Samstag greifen zunächst die Leute vom Club selbst zu den Instrumenten. Danach ist die Glen Regnitz Pipe Band aus dem Raum Bamberg/Nürnberg dran. Das dürfte schon ein Highlight sein, wenn die Musiker rund um ihren Pipe Major Horst Blank zu den Dudelsäcken greifen.

Yousef Junid und Freunde (Schweinfurt) betreten später das Podium, um unter anderem auch syrische Klänge zum Besten zu geben. Junid ist dem ein oder anderen vielleicht schon ein Begriff, denn im vergangenen Jahr trat er beim Würzburger U & D bereits ans Mikrofon.

Zwischendurch sind immer wieder Künstler aus dem Folk Club unter den Interpreten. Und dann ist da auch noch die Gruppe Sabor a Peru, die unter anderem 2016 bei den Interkulturellen Wochen in Schweinfurt zu sehen war. Sie bieten eine farbenfrohe Show: Damals tanzten zwei Inkafrauen und drehten sich um einen stolzen Herrscher.
Erstmals verlangt der English Folk Club Eintritt. Denn man braucht schon etwas Geld, um solch einen Event zu organisieren, sagt Dennehy. So hat das Veranstaltungsteam für diesen Abend auch eine hochmoderne Lautsprecheranlage aus Bad Neustadt ausgeliehen. Zudem spielen die Gäste zwar kostenlos, aber das Kilometergeld muss bezahlt werden.

"Das Ganze ist ein Experiment. Vielleicht kommt kaum jemand, dann bleiben wir auf den Kosten sitzen", sagt Dennehy. "Vielleicht ist der Saal aber auch proppenvoll, dann machen wir 2018 eine Großveranstaltung daraus.
Weitere Infos unter www.facebook.com/EnglishFolkClub/; Karten im Vorverkauf unter Tel. 09 71/ 785 90 86.