VON Ursula Lippold

Bad Kissingen — Er war willensstark, ausdauernd, weitsichtig und ein fairer Verhandler: Bernd Müller. Er verstarb am Freitag nach längerer Krankheit im Alter von 82 Jahren.
Bernd Müller war nicht nur ein anerkannter Steuerberater, der seinen Mandanten auch mit wirtschaftlicher Beratung zur Seite stand. Er war darüber hinaus ein leidenschaftlicher Förderer von Kunst und Kultur. Seit 1992 kümmerte er sich sehr erfolgreich als Schatzmeister um den Förderverein Kissinger Sommer. Er unterstützte den Kissinger Klavierolymp und organisierte in Bad Kissingen Ausstellungen des ungarischen Bildhauers und Malers Imre Varga, mit dem ihn eine jahrzehntelange Freundschaft verband.
Am 7. November 1932 in Unterleichtersbach geboren, absolvierte Bernd Müller eine Lehre als Steuerfachgehilfe. 1959 machte er sich selbständig und eröffnete in Unterleichtersbach und kurz darauf in Hammelburg ein Steuerbüro.
Nach der Prüfung zum Steuerberater erweiterte er das Hammelburger Büro, wo er zeitweise bis zu 40 Mitarbeiter beschäftigte. Im Jahre 1977 wechselte Bernd Müller nach Bad Kissingen. Beteiligt war er noch an Kanzleien in Würzburg und Fulda.
Ehrenamtlich setzte sich Müller als Stellvertreter an der Seite des Vorsitzenden Walter Rundler für das Wohl des Kurstiftes in Bad Brückenau ein. Nicht nur als Steuerberater schaute Müller drauf, dass der Trägerverein immer auf richtigem Kurs gehalten wurde. Vor allem in wirtschaftlichen und baulichen Dingen war er ein geschätzter Berater. Er brachte den Neubau einer Pflegeabteilung mit auf den Weg.

Verdienstorden

Im Jahre 2008 wurde Bernd Müller für sein Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Am Donnerstag, 12. Februar, wird Bernd Müller um 13.30 Uhr auf dem Parkfriedhof in Bad Kissingen beerdigt.