Regentenbau, Maxbrunnen, Wandelhalle, Ludwigsbrücke und Kurtheater - die neue Themenführung "Weltbad-Architekten in Bad Kissingen" der Staatsbad GmbH wandelt auf den Spuren der berühmten Baumeister Friedrich von Gärtner und Max Littmann.
Die von ihnen entworfenen Gebäude haben maßgeblich zum Aufstieg und zur Etablierung Kissingens vom provinziellen Kurstädtchen zum Badeort auf Weltniveau beigetragen. In der Stadt befindet sich das größte zusammenhängende Ensemble an Bauten des Münchner Star-Architekten Max Littmann, der unter anderem auch das Hofbräuhaus in seiner heutigen Form entworfen hat.
Wie die Staatsbad GmbH weiter berichtet, startet der 90-minütige Rundgang am Arkadenbau und führt bis zum im neobarocken Stil errichteten Kurtheater. Dort können Teilnehmer auch das Innere des Theaters besichtigen, in dem der Glanz vergangener Zeiten noch immer lebendig ist.
Gärtner legte mit dem Arkadenbau, einem verschwundenen eisernen Brunnenpavillon, der Ludwigsbrücke, dem Krugmagazin und einem Bethaus als Ursprung der Erlöserkirche die Grundlage des Kissinger Aufstiegs. Littmann besorgte den Ausbau, als die Stadt Weltbadniveau erreicht hatte. Mit dem Bau der größten Wandelhalle Europas und dem Regentenbau, dem zentralen Wahrzeichen Bad Kissingens, schuf er eine Art Gesamtkunstwerk.
Die neue Führung erklärt nicht nur die Bauten von Gärtner und Littmann, sie beleuchtet auch die bedeutende Rolle, die König Ludwig I. und sein Sohn Prinzregent Luitpold bei der architektonischen Ausstattung Kissingens gespielt haben. Außerdem erfahren die Teilnehmer, wie eng verwoben das Werk der beiden Architekten ist.
Die Tour Weltbad-Architekten in Bad Kissingen findet erstmals am Dienstag, 2. August, statt. Weitere Führungen auf den Spuren der Baumeister Friedrich von Gärtner und Max Littmann sind für 16. und 30. August vorgesehen. Siegfried Farkas