Barbie ist eigentlich eine eher kleine Puppe. Die Aufmerksamkeit, die sie genießt, ist dagegen ziemlich groß. Davon profitierten in den vergangenen Monaten auch die Museen in der Oberen Saline. Die dort im Oktober eröffnete Doppelausstellung rund um die weltweit verbreitete Modepuppe sorgte für Aufsehen bei Medien und Publikum.


Verlängerung möglich

Lange dauert die Zeit, da Barbie und ihre Schwestern in der Oberen Saline sogar Bismarck Konkurrenz machten, nicht mehr. Offiziell soll die Doppelausstellung am 19. Februar enden. Vielleicht wird sie noch ein wenig verlängert. Doch richtig Schluss ist auch danach noch nicht. In jeweils neuer Konstellation leben die beiden Ausstellungen später an anderen Orten weiter.


Neue Zusammenstellung

Kurator Roland Halbritter stellt die Hauptausstellung mit den Barbie-Geschichten, die in der ehemaligen Kapelle der Oberen Saline zu sehen ist, voraussichtlich für Bad Wildungen neu zusammen. Ab Herbst oder Winter, berichtet Halbritter, werde sie dort zu sehen sein. Die Neuzusammenstellung sei notwendig, weil die Schau, so wie sie sich zurzeit noch in Kissingen präsentiert, von etlichen Leihgebern zusammengetragen wurde.

Mit ihnen muss über eine weitere Beteiligung erst noch gesprochen werden. Alle, meint Halbritter, werden bestimmt nicht mitmachen. Der zweite Teil der Ausstellung kommt früher zum erneuten Einsatz. Dabei handelt es sich um jene Schau, die Halbritter in der Orangerie zeigt. Der Kurator hat dafür Barbiepuppen oder Teile davon in ungewöhnliche neue oder gar provokante Zusammenhänge gestellt.


Station in Hammelburg

Diese Szenografien, wie er das nennt, machen in der Zeit von 26. April bis 7. Juni in der Stadtbibliothek Hammelburg Station. Auch die Hammelburgerin Gesine von Postel sei beteiligt, berichtet Halbritter. Später sollen die Szenografien ebenfalls mit nach Bad Wildungen wandern. Schon in Bad Kissingen hat der Kurator die Ausstellung ständig weiter entwickelt. Schritt für Schritt kamen neue Stücke hinzu. Letzter Neuzugang war eine so genannte Fashion Queen von 1963. Ganz aktuell bekam Halbritter auch noch eine Puppe mit Geh-Mechanismus von 1971 angeboten. Neue Ideen für kreativen Umgang mit Barbie, Ken und ihren Freunden hat der Kurator dauernd. Für die jüngste Idee braucht er nur noch die nötigen Mittel. Man könnte doch, sagt Halbritter, das Personal des Rakoczy-Fests, also Bad Kissingens Historische Persönlichkeiten, mit Barbiemitteln darstellen. Eine offizielle Sisi-Barbie gibt es sogar bereits.

Geöffnet ist die Ausstellung in der Oberen Saline mittwochs bis sonntags jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr.
Siegfried Farkas