Der Lebensweg des Nüdlinger Originals mit dem Dorfnamen "Lübs" begann am 6. Januar 1938.
Günter Hofmann, der Vater des derzeitigen Bürgermeisters Harald Hofmann, trat 1978 in den Ortsverband der Christlich-Sozialen Union (CSU) ein. Er war politisch sehr interessiert und vertrat die Partei bald als Delegierter auf Kreisebene. Die Bürger hatten großes Vertrauen zu ihm und wählten ihn 1982, 1988, 1994 und im Jahr 2000 zum Mitglied des Gemeinderates. Insgesamt 20 Jahre lang, bis 2002, vertrat er die Interessen der Bürger, die seine Kompetenz und sein Engagement zu schätzen wussten. Seine Parteifreunde wählten Günter Hofmann im Jahre 1982 zum Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes, ein Amt, das er bis 1987 ausübte.

Im Jahre 1959 hatte Günter Hofmann seine zu ihm passende, tüchtige Frau Maria, geborene Lanzl, geheiratet, die in Kelheim beheimatet war. Dem glücklichen Ehepaar wurden fünf Kinder geschenkt (Tochter Ursula und die Söhne Jürgen, Stefan, Harald und Martin). Viel Freude hatte das Paar mit insgesamt zehn Enkelkindern.


Berufliche Tätigkeit

Zunächst erlernte Günter Hofmann das Handwerk eines Böttchers, das er mit der Meisterprüfung erfolgreich abschloss. Sein Meisterstück, ein verziertes Weinfass, ist als Dauerleihgabe im Nüdlinger Heimatmuseum zu bewundern. Danach wandte er sich schwerpunktmäßig der Obstkelterei zu. Zug um Zug wurde die Anlage modernisiert und erweitert. Die vier Söhne übernahmen bald Teilbereiche des überregional bedeutenden Unternehmens, und Vater Günter freute sich über ihr Engagement. Zu Beginn des Jahres 2003, kurz vor seinem 65. Geburtstag, übergab Günter Hofmann seinen Betrieb an die vier Söhne. Sie investierten und modernisierten weiterhin zielbewusst. Während der "Kampagne" sah und sieht man, dass Äpfel aus der Region bei der Kelterei Hofmann angeliefert und zu einer Vielzahl von Geschmacksrichtungen weiterverarbeitet werden.


Engagement im Vereinsleben

Mehrere Vereine wurden von Günter Hofmann unterstützt. Da ist zuerst die Freiwillige Feuerwehr zu nennen, in der er jahrzehntelang aktives Mitglied war und die ihm stets am Herzen lag. Für die Nüdlinger Wehr war es auch ein Pluspunkt, dass im Notfall oder auch bei ernstfallmäßigen Übungen Angehörige der Familie schnell einsatzbereit waren. Unterstützt wurden weiterhin die Chorgemeinschaft Frohsinn Nüdlingen und die Nüdlinger Musikanten. Wichtig waren Günter Hofmann auch der Schützenverein und der Obst- und Gartenbauverein, die er ebenfalls durch Mitgliedsbeiträge unterstützte.


Typisches über Günter Hofmann

Was für den "Lübs" kennzeichnend war, war sein Optimismus und seine ansteckendes, mitreißendes Lachen. Gerade dieser Charakterzug war es, den man in den letzten Jahren immer weniger hörte, weil das Kranksein ihm die Kräfte raubte. Doch in der Erinnerung des Dorfes Nüdlingen lebt Günter Hofmann als Original weiter.