Der Ausbau der Infrastruktur geht weiter: Nach dem Gewerbegebiet, in dem mittlerweile alle Flächen veräußert sind, wird jetzt das Industriegebiet in Reith erschlossen. Wie wichtig das Gewerbe für den Markt Oberthulba ist, zeigen die Gewerbesteuereinnahmen, die in diesem Jahr bereits 1,6 Millionen Euro erreicht haben.
Derzeit ist das neue Industriegebiet neben der Staatsstraße 2291 im Entstehen. Mit der Erschließung siedelt auch schon der erste Betrieb, die Mainfranken Logistik, an. Die Erschließung ist weitgehend abgeschlossen. Lediglich im Bereich der Einfahrt von der Staatsstraße aus ist noch eine Veränderung der Abbiegespur erforderlich. Die geforderte Maßnahme kostet noch einmal 55 000 Euro. Die gesamten Erschließungskosten in Höhe von knapp einer Million Euro werden über die Firma Bayern Grund finanziert, erwähnte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FW/CSU) in der Bürgerversammlung in Reith. Erfreut war auch Ortsbeauftragter Armin Schaub über das rege Interesse seiner Mitbürger.
Wie der Bürgermeister weiter ausführte, ist auch die Trinkwasserverbindung von Reith nach Thulba in Betrieb. Wie dringend diese Maßnahme war, habe sich im Sommer gezeigt, als plötzlich die Technik im Wasserwerk Thulba (gebaut 1980) ausgefallen ist. Der gesamte Bereich, der bisher über die Brunnen in Thulba versorgt wurde, wird derzeit über die Anlage in Hassenbach, das heißt mit dem Wasser aus dem Thülbingsgrund, mitversorgt.

Straßen instand gesetzt

Neben den Kosten für die Maßnahme im GI-Gebiet waren in Reith in diesem Jahr nur noch kleinere Maßnahmen, wie die Erneuerung der Dacheindeckung an der ehemaligen Gefrieranlage, Austausch einer Läutschiene am Feuerwehrhaus und diverse Instandsetzungsarbeiten an den Straßen erforderlich.
In der Diskussion würdigte Walter Spahn die Gestaltung des Dorfplatzes. Sorgen bereite allerdings die dort stehende Linde. Die Wurzeln des Baumes haben bereits den Gehweg beschädigt. Besonders eingehend wurde der Verbindungsweg von der Ortschaft zum Gewerbegebiet angesprochen. Walter Spahn stellte fest, dass der Weg sehr stark genutzt wird, auch von Lkw. Tenor aus der Versammlung war, den Weg so herzurichten, dass er nur von Pkw genutzt werden kann. Man werde sich dem annehmen, so der Bürgermeister. Er sollte aber weiterhin nur behelfsmäßig gestaltet werden, das heißt eine Asphaltierung ist nicht vorgesehen.
Das Abstellen von Lkw ist einigen Bürgern ein Dorn im Auge, so auch am Parkplatz an der Staatsstraße. Eine Anwohnerin wünscht wieder die Anbringung der Gewichtsbeschränkung. Vor allem stört der Abfall, der immer wieder am Platz zurückgelassen wird. Andere sind weiter für den Erhalt des Parkplatzes und halten ihn für notwendig, allerdings ist er in einem schlechten Zustand. Eigentümer der Fläche ist der Freistaat Bayern, so der Bürgermeister.

Überschwemmung droht

Gisela Köhler befürchtet bei größeren Regenfällen Überschwemmungen auf der Dorfstraße. Als Grund nannte sie das Holzfällen in Bereich des Heeggrabens. Der Graben der oft viel Wasser führt, ist jetzt nach den Waldarbeiten voll mit Tannenwedeln, was zu Aufstauungen führen könnte.
Weitere Themen waren das Zurückschneiden von Büschen am neu hergerichteten Forstweg. Hochgewachsene Sträucher beeinträchtigen auch die Dorflampen und die Gehsteige. Das Grün sollte ebenfalls gestutzt werden.