Seit die Pfarrgemeinde das bisherige Zuhause des Jugendtreffs, das sogenannte Gößmann-Haus, verkauft hat, suchen die Jugendlichen aus Ebenhausen nach einer neuen Bleibe. Fündig wurden Gemeinde und Jugendliche in der Grundschule. Dort gibt es im Keller zwei Räume, die vor vielen Jahren als Werkräume oder Dusche genutzt wurden und von denen kaum einer aus dem Ort überhaupt Kenntnis hatte.

Die Gemeinde hat einen separaten Eingang zum Keller der Schule geschaffen. Die Jugendlichen halfen beim Entrümpeln der Räume und strichen sie bereits im Frühjahr neu. Seitdem lagen die neuen Jugendräume etwas im Dornröschenschlaf, da sich die von Fachfirmen auszuführenden Arbeiten für Elektrik und Heizung aufgrund der hohen Auslastung der Firmen etwas hinzogen. Inzwischen ist alles erledigt, so dass sich die Jugendlichen an die Ausstattung und Feinarbeiten machen können.

"Es sind Gelder da, die wir noch ausschöpfen können", sagt Gemeindejugendpfleger Manuel Müller.

Bei einem Treffen mit der Dorfjugend wurden die Räumlichkeiten ausgemessen und besprochen, was die künftigen Nutzer noch alles benötigen. In den hinteren Raum soll eine kleine Küchenzeile kommen, in der die Jugendlichen benutzte Gläser und Teegeschirr abspülen und auch mal eine Kleinigkeit zu Essen zubereiten können. Natürlich braucht es zum Sitzen, Spielen und Reden auch einen großen Tisch und Stühle. Für den vorderen Raum wünschen sich die Kids ein Sofa, eine Musikanlage und vielleicht einen Tischkicker. Sachspenden in Form von gebrauchten Stühlen oder eines alten Sofas sind gerne willkommen (bitte an Gemeindejugendpfleger Manuel Müller wenden).

Wenn alles fertig eingerichtet ist, wird Jugendpfleger Manuel Müller mit den Jugendlichen eine sogenannte "Jugendraumordnung" verfassen, also eine Hausordnung, an die sich jeder Besucher halten muss. Wann und wie oft der Raum geöffnet sein wird, ist noch unklar. Das soll sich aus der Alterszusammensetzung und den Interessen der Kinder und Jugendlichen ergeben, die beim Ebenhäuser Jugendtreff mitmachen.