Eine Begehung Ende vergangenen Jahres brachte es an den Tag: Die Brunnenschächte im Kurgarten hatten marode Decken. Dringende Sanierung tat not, denn "die Stahlträger waren so dünn wie Papier", sagt der Technik-Chef der Staatsbad GmbH, Hubert Kirchner.

Jene Teile der Träger, die aus dem Beton herausragten, zeigten starke Korrosion. Unter dem Beton sah es noch schlimmer aus. Der vom Staatlichen Bauamt beauftragte Statiker stellte fest, "dass da nichts mehr ist, was trägt".

Eine schnelle Reaktion war nötig. Das Staatliche Bauamt schrieb die Sanierung der Schacht-Decken aus. An derart exponierter Stelle im Herzen des Kurgebietes waren die Arbeiten nur außerhalb der Saison denkbar. "Die Wände konnten stehen bleiben, darauf werden neue Decken mit Stahlbewehrung aufbetoniert", sagt Kirchner.

Für die Arbeiten wurde die Brunnentechnik wie Pumpen und Zuleitungen entfernt. Diese Teile können abschließend wieder eingebaut werden. "Die Technik ist noch gut", sagt Hubert Kirchner. Dann werden auch die Schalungen für die Einstieg entfernt, die derzeit noch etwa einen Meter aus dem Boden hinausragen. Laut Kirchner soll die Maßnahme bis Ende März abgeschlossen sein: "Die beiden Brunnen werden wieder das selbe Bild bieten wie zuvor." Veranschlagt ist die Maßnahme laut Staatlichem Bauamt mit etwa 30.000 Euro.


Heilwasserschutz

Da die beiden Springbrunnen im Zentrum des Heilwasserschutzgebietes liegen - der nur zehn Meter tiefe Maxbrunnen steht in unmittelbarer Nachbarschaft - wurde auch das Wasserwirtschaftsamt eingeschaltet. Das verlangte unter anderem, dass die Baumaschinen auf mit Sand bedeckten Planen abgestellt werden müssen.

Nichts mit Heilwasserschutz hat dagegen jene Plane zu tun, die ausgebreitet wird, wenn der Beton per Mischer angefahren wird. Die Lastwagen müssen vor dem Kurgarten stehen bleiben, damit die schweren Fahrzeuge die Platten nicht beschädigen, die ausgerollte Plane soll verhindern, dass Beton beim Transport vom Lkw zur Baustelle auf die Platten tropft und diese verunreinigt.