Mona Bildhauer (24) ist gelernte Kauffrau für Bürokommunikation. Nachdem sie sich noch zur Wirtschaftsfachwirtin weiter gebildet hat, geht sie ein Jahr ins Ausland. "Ich wollte nach meinem Fachwirt etwas ganz anderes machen; durch die Zeitung wurde ich auf die Möglichkeit aufmerksam, ins Biosphärenreservat nach Südafrika zu gehen." Sie hat sich beworben, hatte Glück und bekam die Stelle. Montag in einer Woche wird sie in den Flieger einsteigen sich auf den Weg auf die andere Seite der Erdkugel machen.

Was sie dort erwartet, davon bekam sie in einem Gespräch im Managementzentrum in Oberelsbach einen kleinen Eindruck. Derzeit befindet sich eine Delegation aus dem Partnerbiosphärenreservat Kruger to Canyons für eine Tage in der Rhön. Eine gute Gelegenheit sich schon einmal kennen zu lernen und ins Gespräch zu kommen.

Mit dabei auch Anna Lena May, die bereits 2010 und für drei Monate und kurz darauf für über ein Jahr, in "Hlokomela", allerdings nicht im Rahmen eines offiziellen Freiwilligendienstes, sondern auf eigene Faust, arbeitete. Anna Lena May war somit Pionierin und legte mit ihren Kontakten vor Ort die maßgeblichen Grundlagen für die Stelle, welche künftig jungen Menschen aus der Rhön die Türen ins Partnerbiosphärenreservat nach Südafrika öffnet. Sie und die Besucher aus Südafrika berichteten von der Arbeit in Hlokomela, die von schwierigen sozialen, gesellschaftlichen und politischen Strukturen geprägt sei. HIV sei in der Landbevölkerung ein besonderes Problem, erfuhr Mona Bildhauer.

Gemeinnützige Organisationen unterstützen die Menschen, arbeiten in der Bildung und der Gesundheitsfürsorge. Hlokomela ist eine solche Organisation, die unter anderen neun Kliniken betreut, die in der medizinischen Betreuung der Farmarbeiter vor Ort tätig ist sowie in der HIV-Prävention. Eine Einnahmequelle zur Finanzierung stellt der Kräutergarten dar, der unter Anna Lena May zu einem gewinnbringenden Projekt mit großem Kundenstamm wurde. Hier wird Mona Bildhauer mit einsteigen. "Man muss im Grunde überall mit anpacken und alles machen", erklärte May. Mona Bildhauer freut sich auf die Aufgabe und ist schon voller Neugier. Pläne, wie sie was angeht, hat sie indes noch keine. "Ich werde alles auf mich zukommen lassen und mich erst einmal orientieren, sagt die Münnerstädterin.