Bald ist es wieder soweit - ein vom Rumänien-Arbeitskreis der Kolpingsfamilie Stadtlauringen, zusammen mit den Kolpingfamilien Thundorf und Rannungen organisierter Hilfstransport bricht bereits zum 22. Mal zu einer einwöchigen Fahrt nach Siebenbürgen in Rumänien auf.

Bis zur Abfahrt am Samstag, 16. September müssen die Helfer und ihr Leiter Werner Steinruck im Vorfeld viele Arbeiten erledigen. Von den gesammelten Sach-, Geld- und Lebensmittelspenden profitiert insbesondere die von Franziskanerpater Böjte Csaba gegründete und geleitete Stiftung "Hl. Franziskus" mit Sitz in Deva. Erschrocken über die katastrophalen Zustände in den Kinderheimen und die prekären Lebensumstände nach dem Fall des "Eisernen Vorhangs" beschloss der Pater zu helfen.

Mittlerweile unterhält die Stiftung über 80 Häuser in Siebenbürgen in denen Unterkunft, Erziehung und Bildung für über 2000 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche angeboten werden. So gibt es beispielsweise Einrichtungen in denen Sozialwaisen in betreuten Wohngruppen Unterschlupf finden, aber auch Nachmittagsbetreuungen, warme Mahlzeiten, nachhaltige Hilfe bei schulischen Aufgaben und gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Die Rumänienfahrer können sich Jahr für Jahr von den Fortschritten und der Arbeit vor Ort überzeugen. In einem der ärmsten Länder Europas leiden trotz der Zugehörigkeit zur EU insbesondere in den ländlichen Regionen Rumäniens die Menschen weiterhin unter Armut, Arbeitslosigkeit, der allgegenwärtigen Korruption sowie dem schwach ausgeprägten Sozialstaat.

Ein weiteres Standbein des Arbeitskreises Rumänienarbeit ist die Unterstützung der verbliebenen deutschstämmigen Bevölkerung in Lupeni mit Lebensmitteln und Sachspenden. Lebten in Rumänien in den 1930er Jahren noch ca. 750 000 Deutschstämmige, so ist deren Anzahl aktuell auf wenige Zehntausend zusammengeschrumpft, meist Leute jenseits der 60.

Mit medizinischen Artikeln und Arzneimitteln wird die Ärztin Simona Bandici in Lipova unterstützt. Sie kümmert sich seit Jahren um Menschen, denen es nahezu unmöglich ist Ärzte aufzusuchen, sowie an notwendige Medikamente zu kommen.

Wer die Kolpingsfamilien bzw. deren Projekte in Rumänien unterstützen möchte: für Geldspenden ist ein Spendenkonto bei der VR-Bank Schweinfurt eG eingerichtet (Empfängername: Kolpingsfamilie Stadtlauringen - Rumänienarbeitskreis; IBAN: DE21 7906 9010 0003 1212 24; BIC: GENODEF1ATE).


Sammeltermine

Sach- und Geldspenden können aber auch an den beiden Sammelterminen am Samstag, 22. Juli, sowie am Samstag, 2. September, jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr an der Raiffeisenscheune hinter der VR-Bank in Stadtlauringen abgegeben werden. Ansprechpartner für Fragen rund um den Transport bzw. zu den benötigten Sachspenden sind Werner Steinruck (Tel.: 09724/ 7839 - ab 18 Uhr) oder Volker Zimmer (Tel.: 09724/ 1676).

Was wird dringend benötigt:
Lebensmittel: z.B. Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Speiseöl, Babynahrung, Süßigkeiten, Konservendosen mit Fisch, Obst, Erbsen und Eintöpfe. Außerdem Hygieneartikel, Putzmittel, Waschpulver, Windeln, Desinfektionsmittel Schul- und Bastelsachen sowie Spielsachen, Inliner, Skateboards, Fahrräder für Kinder und Erwachsene. Weiter werden benötigt: Kleidung, Verbandsstoffe, Decken, Bettwäsche, Medikamente, Holz- und Kohleöfen, Gartengeräte, funktionierende Elektrogeräte und Maschinen.

Es wird deshalb gebeten, dass die Hilfsgüter in stabilen Kartons verpackt und mit dem Inhalt beschriftet werden. Lebensmittel müssen separat verpackt und gekennzeichnet werden. Ein Teil der Kleiderspenden wird zugunsten der Partner in Rumänien über die "Kolping Recycling GmbH" veräußert.