Das im Frühjahr durch einen Brand schwer in Mitleidenschaft gezogene Bäulein, ein historisches Gebäude in der Klosteranlage von Maria Bildhausen, wird saniert. In der Stadtratssitzung stellte Architekt Roland Ress (Bad Königshofen) zusammen mit dem Leiter der Gesamteinrichtung, Rainer Waldvogel, das Bauprojekt vor.
Das Bäulein sei, so Roland Ress, durch das Feuer unterschiedlich stark geschädigt. Der vordere Teil sei weitgehend niedergebrannt. Im mittleren Gebäudeteil sei der Dachstuhl noch stark in Mitleidenschaft gezogen. Das vom Feuer weitgehend verschonte letzte Drittel des langezogenen Bauwerks sei dennoch , wie das ganze Haus, sanierungsbedürftig. "Wir haben überall Löschwasserschäden", so Ress. Die hölzerne Kegelbahn ist völlig abgebrannt.
Die Planung sieht jetzt vor, dass die abgebrannte Kegelbahn nicht mehr aufgebaut wird, jedoch das Bäulein wieder hergerichtet wird. Die Trafostation wird allerdings nicht mehr im Bäulein integriert sein, sonder in einem kleinen Bauwerk, das auf einem Teilbereich der ehemaligen Kegelbahn entsteht. Anschließend wird der noch sichtbare Verlauf der Kegelbahn durch einen Laubengang ergänzt. Dieser könne für Veranstaltungen oder zum Aufenthalt genutzt werden, erläuterte Ress den Stadträten.
Das Bäulein selbst soll nach der Sanierung wieder so genutzt werden können wie vor dem Brand. Es gibt dort einen größeren Gemeinschaftsraum sowie einen Kiosk und Toiletten.
Auf Anfrage aus dem Stadtrat erklärte Rainer Waldvogel, dass die Brandursache weiterhin unklar ist. Weder ein technischer Defekt noch eine Brandursache könnten ausgeschlossen werden, so Rainer Waldvogel. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen mittlerweile eingestellt.
Rund eine Million Euro werden die Sanierung des Bäuleins sowie die Errichtung des Haustechnikraumes mit anschließendem Laubengang kosten. Die Kosten trägt die Versicherung, erklärt Rainer Waldvogel auf Anfrage.
Möglichst zügig soll mit der Sanierung begonnen werden, ist der Wunsch von Rainer Waldvogel. Ein erster Schritt ist seit Montagabend getan. Die Stadträte hatten keine Einwände gegen das Projekt. Jetzt muss noch die Baubehörde am Landratsamt ihr Placet geben, dann können die Ausschreibungen beginnen. Wichtig sei vor allem, dass schnell wieder ein komplettes Dach auf den Gebäudetrakt kommt, damit die Schäden nicht noch größer werden, erklärt Architekt Ress. Ziel ist es nach Angaben von Rainer Waldvogel, die Sanierung im Frühjahr 2018 weitgehend abzuschließen.