Das Vereins- und Betriebeschießen der Königlich privilegierten
Schützengesellschaft Münnerstadt 1356 hat auch nach 52 Jahren seine
Attraktivität nicht eingebüßt. 41 Mannschaften mit insgesamt 163 Schützen,
darunter 66 Damen, nahmen dieses Jahr teil. Das waren etwa ebenso viele wie
in den letzten drei Jahren, meinte Oberschützenmeister Klaus Brückner bei
der Siegerehrung im Schützenhaus. Abgenommen hat allerdings die
Zahl der Betriebs-Mannschaften, bedauert Brückner. Dieses Jahr waren nur
noch zwei Firmen dabei. Eine Erklärung dafür hat der Oberschützenmeister
allerdings nicht. Als Sieger gingen schließlich die Mittwochs-Wanderer
hervor, die erstmals am Start waren.


Dieses Jahr gab es einige Regel-Änderungen gegenüber den Vorjahren, die es
den Teilnehmern einfacher als bisher machten. Es wurde nicht mehr nach
Damen und Herren getrennt geschossen, sondern es waren gemischte
Mannschaften erlaubt. Außerdem konnten Schützen, die in mehreren Vereinen
bzw. Betrieben sind, auch mehrfach schießen. Von diesen neuen Regeln wurde
öfter Gebrauch gemacht.

Geblieben ist aber die Regel, dass keine aktiven
Schützen teilnehmen dürfen. Wenn sie früher aktiv waren, müssen sie seit
mindestens einem Jahr passiv sein. Die Mannschaften konnten aus bis zu
fünf Schützen bestehen, aber nur die Ergebnisse der vier besten wurden
gewertet. Dieses Schießen war auch eine personelle Herausforderung für die
Schützengesellschaft, denn an jedem der neun Schießtage wurden fünf
Vereinsmitglieder als Helfer gebraucht. Die Preise, die es zu gewinnen gab,
waren durchaus lukrativ. Die ersten fünf Mannschaften bekamen je einen
großen Präsentkorb. Der beste Schütze jeder der 41 Mannschaften konnte
einen Schinken mit nach Hause nehmen.

Unter den Mannschaften waren drei aus dem städtischen Bauhof und mehrere
aus den Feuerwehren der Kernstadt und der Stadtteile. Auch die
Kommunalpolitik war mit gleich drei Mannschaften gut vertreten. Auf den
zehnten Platz kam die Mannschaft von Forum Aktiv 2. Hier war Stadträtin
Rita Schmitt am treffsichersten und bekam den Schinken. Auf Platz 18 kamen
die Freien Wähler. Auch hier taucht Rita Schmitt als treffsicherste
Schützin auf, die den Schinken kassierte. "Ich habe bei den Freien Wählern
ausgeholfen, da fehlte einer" schmunzelte sie. In der Mannschaft von Forum
Aktiv 1 war Stadträtin Rosina Eckert am treffsichersten und durfte sich
über den Schinken freuen.

Sieger beim Vereins- und Betriebeschießen 2018 wurden die
Mittwochs-Wanderer mit einem Gesamtergebnis von 357 von 400 möglichen
Ringen. Es folgten die Freizeitkegler (323 Ringe), die Firma Remog 1 (316
Ringe), die Reservisten Münnerstadt 1 (312 Ringe) und die Volleyballer
Münnerstadt 1. Ausgezeichnet wurden auch die beste Einzelschützin
Elisabeth Gerlach (77 Ringe) und der beste Einzelschütze Karl Mai (92
Ringe). Der 2. Schützenmeister Roland Dömling und der neue Sportleiter
Patrick Lumpe überreichten ihnen ihre Preise.
Erstmals wurde im Rahmen des Vereins- und Betriebeschießens auch ein
Lichtgewehr-Cup für Kinder unter 13 Jahren veranstaltet, da diese noch
nicht mit Luftgewehren schießen dürfen. Vier Mannschaften mit je vier
Schützinnen und Schützen nahmen teil. Sieger wurde die Jugend des
Stammtisches "Amnesie 2010" mit Bastian Brückner, Max Brückner, Felix
Bruckmüller und Finn Verholen. Beste Einzelschützin war Anna Sophie Sturmat
mit 82 Ringen.