Erneut hat der Aero-Club Bad Königshofen Besucher aus ganz Deutschland zu Gast. Diesmal sind es Oldtimer-Segelflieger, die sich an diesem Wochenende von Donnerstag bis einschließlich Sonntag am Flugplatz "Himmelreich" bei Merkershausen aufhalten. Es ist eine lose Gemeinschaft von aktiven Piloten, die sich auf historische Segelflieger konzentriert haben und diese liebevoll pflegen, sagt Elisabeth Landsteiner aus Regensburg. Das älteste Segelflugzeug stammt aus dem Jahr 1944, das Jüngste von 1971. Die Segelflieger kommen am Wochenende aus ganz Deutschland von der Ostsee, über das Erzgebirge oder auch aus Nordfriesland.

Grabfeld aus der Vogelperspektive erkunden

An die 20 historische Flugzeuge sind dann am Flugplatz "Himmelreich" nicht nur am Boden zu sehen, sondern natürlich auch in der Luft. 25 Piloten haben sich bisher angemeldet, und man erwartet insgesamt mehr als 40 Gäste, sagt Aero-Club-Vorsitzender Alfred Hoffmann. Bürgermeister Thomas Helbling wird die Gäste am Samstag um 11 Uhr begrüßen, bevor diese dann in ihre Flugzeuge steigen und das Grabfeld aus der Vogelperspektive erkunden. Im Internet hatte Frank Lemke, von den Oldtimer-Segelfliegern, den Flugplatz Bad Königshofen entdeckt und schnell festgestellt, dass dieser die entsprechende Infrastruktur ebenso aufweist, wie eine ansprechende Thermik und Gelände. Auch die Größe des Luftraumes spielte ein Rolle.

"Vor 30 Jahren wäre dieser noch nicht so groß gewesen," sagt Alfred Hoffmann und erinnert an die Zeit der deutschen Teilung, als man zu nahe an der damaligen DDR lag, und es durchaus vorkam, dass Segelflieger plötzlich "im Osten landeten und einige Tage aufgehalten wurden, bevor Flugzeug und Pilot wieder in die Bundesrepublik an einem Grenzübergang reisen durften." Das aber ist längst Geschichte. Seit der Grenzöffnung 1989 liegen das Grabfeld und Bad Königshofen zentral in Deutschland. Auch bei diesem Treffen war dies ausschlaggebend. "Ihr liegt wirklich ideal, und das ist einfach perfekt für solche Treffen, wenn die Teilnehmer von überall her anreisen", wirft Elisabeth Landsteiner ein.

Logistik wichtig

Die Segelflugzeuge werden teils im Windenstart, aber auch per Flugzeugschlepp in den weiß-blauen Himmel gezogen. Für Alfred Hoffmann und sein Team ist im Vorfeld natürlich eine entsprechende Logistik wichtig: "Und da kommt schon einiges auf uns zu." Die Gäste werden mit Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt, und es gibt die Möglichkeit, am Platz den Wohnwagen abzustellen und hier zu bleiben.

Am Samstag und Sonntag sind natürlich Interessierte am Flugplatz "Himmelreich" willkommen, die dann die historischen Segelflieger am Himmel bewundern oder sich mit den Piloten unterhalten können.