In das kleine Ladengeschäft an der Ecke Haupt- und
Raiffeisenstraße zieht vermutlich schon ab 1. Mai wieder Leben ein. Hier
soll die Quartiersmamagerin der Gemeinde, die in wenigen Wochen ihre Arbeit
aufnehmen soll, ihr Büro bekommen. Zu Beginn seiner jüngsten Sitzung war
der Gemeinderat vor Ort, um sich selbst ein Bild von diesem leer stehenden
Ladenlokal zu machen. Bis vor etwa eineinhalb Jahren wurde in den
gemeindeeigenen Räumen Walnussbrot, Baguette oder Fitnessbrot verkauft.
Das Bäckereiregal mit den Preisschildern zeugt noch davon, dass hier früher
eine Bäckereifiliale war. Das Regal soll wahrscheinlich bleiben und in
Zukunft zum Beispiel als Prospekt-Ablage dienen.

Der Gemeinderat hatte vor einigen Wochen beschlossen, im Rahmen eines
Förderprogramms der bayerischen Staatsregierung eine Quartiersmanagerin
bzw. einen Quartiersmanager einzustellen und die Stelle ausgeschrieben.
Bürgermeister Fridolin Zehner (CSU) geht davon aus, dass es eine
Quartiersmanagerin wird. Bis zum Dienstag hätten sich nur Frauen beworben,
teilte er mit. Bewerbungsschluss war bereits am 31. März. Der Gemeinderat
legte in seiner jüngsten Sitzung auch fest, wer die Bewerbungen prüfen
soll. Dieses Gremium soll aus mehreren Mitgliedern des Gemeinderates und
der Verwaltung bestehen. Etwa fünf Bewerberinnen sollen zur Vorstellung
eingeladen werden, so der Bürgermeister.

Die Stelle war unter anderem im Internet ausgeschrieben worden. Zu den
Aufgaben der Quartiersmanagerin heißt es dort wörtlich: "Zu den Aufgaben
gehört die Entwicklung und Umsetzung eines Quartierskonzeptes an
verantwortlicher Stelle nach vorgegebenen Schwerpunkten und Zielen. Dabei
sind wichtige Hauptaufgaben die Koordinierung und Bündelung von Initiativen
und Aktivitäten sowie die Gemeinwesenarbeit in enger Kooperation mit
Vereinen, Wirtschaft und Behörden."

Auch die verlangte Qualifikation ist dort recht genau beschrieben:
"Idealerweise abgeschlossenes Studium im Bereich Soziale Arbeit oder
vergleichbare Qualifikation. Fachkenntnisse in Projektbegleitung und
-umsetzung, Management von Projekten (inkl. Kenntnissen zu Präsentation,
Moderation sowie Öffentlichkeitsarbeit und Marketing; Netzwerkarbeit).
Kenntnisse in der Kommunalarbeit; wünschenswert sind auch Kenntnisse der
Verwaltungs- und Gemeinwesenarbeit. Hohe Motivation und Sozialkompetenz,
Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit. Selbständiges Arbeiten,
Kommunikationsfähigkeit, Verhandlungs- und Koordinierungsgeschick.
Ideenreichtum in der Umsetzung des Konzeptes. Bereitschaft zu einer dem
Tätigkeitsfeld angemessenen flexiblen Arbeitszeit. Orts- und
Regionskenntnisse sind wünschenswert." Bezahlt wird die neue
Quartiersmanagerin, die 19,5 Stunden pro Woche arbeiten soll, je nach
ihrer Qualifikation. Sie soll laut Ausschreibung ihre Stelle Anfang Mai
antreten. Die Förderung durch die Staatsregierung und deshalb auch die
Stelle ist auf vier Jahre befristet.