In Münnerstadt ist die Sicherheitswacht in jüngster Zeit nicht mehr so präsent, wie man es sich bei der Polizeiinspektion in Bad Kissingen gewünscht hätte. Das ist auch in der Bevölkerung aufgefallen. Doch die Sicherheitswacht gibt es noch. Allerdings mussten zwei Mitglieder der Sicherheitswacht aus gesundheitlichen Gründen ihr Amt abgeben. Die beiden verbleibenden Helfer könnten zeitlich diese Lücke nicht mehr alleine auffangen, erklärt Hofmann. Sie sind berufstätig und laufen die Streife in ihrer Freizeit. Insgesamt 15 Stunden pro Monat Dienst sind pro Sicherheitswachtler eingeplant, erläutert Elmar Hofmann.

In der Dunkelheit sollen die Hilfskräfte aber immer zu zweit ihre Runden durch die Stadt drehen. Dadurch verringert sich die Präsenz der Sicherheitswacht weiter. Deshalb sucht die Polizeiinspektion nun Freiwillige, die in Münnerstadt ihren Dienst tun. Die Frauen und Männer der Sicherheitswacht dienen als verlängertes Auge der Polizei. Durch ihre Präsenz erhofft man sich, Vandalismus und Straßenkriminalität zu senken. Aber auch im Verkehrsbereich, zum Beispiel an Schulbushaltestellen, dem Schulweg oder in der Fußgängerzone sollen die Mitglieder der Sicherheitswacht zu ordentlichem Verhalten beitragen und damit für mehr Sicherheit sorgen.

Die Angehörigen der Sicherheitswacht tragen Jacken mit entsprechender Kennzeichnung und können per Funkgerät oder Mobiltelefon jederzeit mit der Polizei Kontakt aufnehmen. Bevor neue Mitglieder der Sicherheitswacht ihren ersten Dienst antreten, werden sie geschult; sie sollen gut vorbereitet sein. 40 Unterrichtseinheiten umfasst der Ausbildungsblock.

"Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die bereit sind, für das Allgemeinwohl Verantwortung zu übernehmen, indem sie durch ihre Präsenz in der Öffentlichkeit einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung leisten", schreibt Elmar Hofmann.