Ein kleiner Teil des Rohbaus soll dem Nachbargrundstück zugemessen und in Garagen umgebaut werden. "Das ist sehr positiv", betonte Ortsreferent Wolfgang Brust. Der Rohbau stehe seit 30 Jahren und es sei seit vielen Jahren ein Ansinnen gewesen, die Situation zu ändern.

Zweimal hatte der Stadtrat einen Zuschussantrag von Franz-Josef und Line Blümlein zurückgewiesen, nun bekommen sie doch Geld für eine Fenstersanierung an ihrem Wohnhaus in der Deutschherrnstraße. Die Familie hatte beim Auswechseln der Fenster keine zweiflügelige, jedoch eine geteilte Fensterform gewählt. Das war Auslöser für die ersten Absagen. Nun aber hat das Landratsamt Bad Kissingen selbst festgestellt, dass sowohl die Auflagen in der denkmalpflegerischen Erlaubnis, als auch die Feststellungen des Sanierungsbeauftragten interpretierbar seien. Deshalb bat der Kreisbaumeister um eine "motivierende Behandlung" der Zuschussanfrage".

Bürgermeister Helmut Blank schlug einen Zuschuss von 2000 Euro vor, der zu 60 Prozent aus Mitteln des staatlichen Denkmalschutzes getragen wird. Britta Bildhauer (SPD) war ebenfalls für ein Einlenken. Sie hatte sich die Unterlagen genauer angesehen und festgestellt, dass im Landratsamt doch einiges "sehr eigentümlich" gelaufen sei. Norbert Reiter gehörte zur Gegenfraktion. Für ihn verstoße der Einbau der Fenster immer noch immer gegen die Gestaltungssatzung. Mit knapper Mehrheit sprach sich das Gremium dennoch für die Zuschussvergabe aus.

Abgelehnt wurde erneut der Antrag von Rupert Mahlmeister, der auf der Kompostierungsanlage bei Burghausen einen Güllebehälter errichten will. Obgleich von Seiten der übergeordneten Behörden mittlerweile grünes Licht für die Maßnahme gegeben wurde, verweigerte der Stadtrat seine Zustimmung erneut. In der Verwaltung geht man weiter davon ausgeht, dass es sich um keine privilegierte Maßnahme handelt. Zudem wurden noch andere Probleme angeführt. Blank gab Informationen weiter, dass nach Ausbringung des Substrates, das im Behälter gelagert werden soll, Rehe verendet sein könnten. Um einen Zusammenhang nachzuweisen, müssten jedoch Blutproben der Tiere genommen werden. Die Anwohner der umliegenden Gemeinden fürchten Geruchsbelästigungen. Der Burghausener Ortssprecher Klaus Görlinger ist zwischenzeitlich im Vorstand der Haarder Bürgerinitiative, teilte er mit.

Im Stadtgebiet sind weitere Bauvorhaben geplant. Folgende fanden die Zustimmung des Gremiums: Sonja Johannes (Errichtung einer Fassadenwerbung), Elke und Bernd Hillmann (Bau einer Unterstellhalle); Andreas Lenhart (Erstaufforstung bei Seubrigshausen); Meinrad Götz (Teilaufstockung eines Gebäudes und Neubau einer Garage und Holzlege), Klaus Rathgeber und Lisa Stapf (Neubau eines Wohnhauses in Windheim), Edmund Reinhard (Dachgeschossausbau in Großwenkheim), Florian und Sandra Reuscher (Teilumbau einer Scheune zum Wohnhaus in Burghausen),