Seit Jahrzehnten gibt es ihn schon, den Neujahrsempfang der Stadt Münnerstadt. Zunächst im kleinen Kreis im Foyer des Rathauses, fand das offizielle Treffen bald in der Alten Aula statt, weil das ehrenamtliche Engagement mehr gewürdigt werden sollte. Seit vielen Jahren hat sich kaum etwas daran geändert. Mit dem Freitag nach Dreikönig ist auch ein fester Termin gefunden worden. Das gilt allerdings nicht für dieses Jahr. Da ist der Termin in München festgelegt worden. Aus gutem Grund.

Schließlich hat Ministerpräsident Markus Söder die Schirmherrschaft über die Feierlichkeiten zur 1250-Jahrfeier der ersten urkundlichen Erwähnung Münnerstadts in diesem Jahr übernommen. Also wird er zum Neujahrsempfang auch dabei sein. Der Termin ist auf den Donnerstag, 23. Januar, festgelegt worden. Beginn ist um 19 Uhr in der Alten Aula. Geöffnet ist sie ab 18 Uhr. Einfach mal vorbei schauen, ist allerdings nicht drin. Das Gebiet wird großräumig abgesperrt. "Wer bis zum Stenyer Platz kommt, ist bereits kontrolliert worden", sagt der geschäftsleitende Beamte der Stadt, Stefan Bierdimpfl.

Durchgelassen werden nur Gäste, die eine Einladung besitzen und ihr Kommen auch angekündigt haben. Wer das vergessen hat, bleibt draußen. Schließlich musste die Verwaltung irgendwann einen Schlussstrich ziehen. Mit knapp 400 Gästen ist ohnehin die absolute Obergrenze erreicht, weswegen für den gemütlichen Teil nach dem offiziellen Empfang auch weitere Räumlichkeiten im Amtsgebäude zur Verfügung stehen.

Normalerweise nehmen es die Verantwortlichen im Rathaus nicht so genau. Eingeladen werden immer die Stadträte, die Träger der Silbernen und der Goldenen Stadtmedaille, die Ehrenbürger, Altbürgermeister, die Mandatsträger, die Geistlichkeit, die Schulleiter, Leiter öffentlicher Einrichtungen, die Spitzen der Wirtschaft Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens , Vereinsvorstände, Vertreter der Bundeswehr Hammelburg und Münnerstädter, die sich im Vorjahr in besonderer Weise um die Stadt verdient gemacht haben. Wie viele Personen die Geladenen dann mitbringen, wird weitgehend ihnen überlassen. Es sei durchaus üblich und auch gewünscht, dass Vereinsvorsitzende in Begleitung mehrerer Vorstandsmitglieder erscheinen, sagt Bürgermeister Helmut Blank (CSU). 280 bis 300 Personen kommen in der Regel zur Alten Aula und werden im Foyer von den drei Bürgermeistern und dem Geschäftsführer begrüßt. Diesmal ist das anders.

"Grundsätzlich ist der eingeladene Personenkreis gleich, es gibt aber ein paar Änderungen, die dem Stadtjubiläum geschuldet sind", sagt Helmut Blank. Pro Einladung können zwei Personen kommen - vorausgesetzt, sie haben sich angemeldet. Ein wenig überrascht waren die Organisatoren über die Rückmeldungen. "Wir sind davon ausgegangen, dass die meisten mit ihren Ehepartnern kommen", sagt der Bürgermeister. Aber das sei oft nicht der Fall. Verwandte, Freunde oder Bekannte begleiten oft die Geladenen. Eine Begrüßung aller Gäste im Foyer wird es übrigens heuer auch nicht geben. Der Bürgermeister erwartet den Ministerpräsidenten vor dem Amtsgebäude und wird ihn dort in Empfang nehmen.

Der Ablauf wird ähnlich sein, wie in der Vorjahren. Bürgermeister Helmut Blank wird aber heuer keinen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das begonnen Jahr geben, sondern im Jubiläumsjahr aus der Stadtgeschichte berichten. Der hohe Gast aus München wird natürlich ein Grußwort halten, ebenso weitere Mandatsträger. Für Ehrengäste stehen rund 60 Stühle zur Verfügung, alle anderen Gäste müssen stehen. Vor allem für die Gespräche nach dem offiziellen Teil wird ein wenig mehr Platz gebraucht. Damit sich die Gäste etwas verteilen können, werden die Bücherei, die Garderobe, das Stuhllager und sogar der Absatz auf der Treppe zum Obergeschoss mit Stehtischen versehen. Für die Garderobe der Gäste wird auf dem Stenayer Platz unmittelbar neben der Eingangstür ein Zelt aufgestellte.

Helmut Blank und Stefan Bierdimpfl bitten die Besucher, die mit dem Auto kommen, ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz Oberes Tor abzustellen. Vor dem Stenayer Platz wird es voraussichtlich an zwei Punkten Zugangskontrollen geben. Die Einladung muss mitgebracht werden und ein Lichtbildausweis. Und noch einmal: Die Verantwortlichen wissen sehr wohl, dass es enttäuschte Gesichter geben wird. Aber wer eine Einladung besitzt, sich aber nicht angemeldet hat, erhält keinen Zutritt.