Entschieden hat letztlich die Stichfrage. 6295 Münnerstädter waren an die Wahlurnen gerufen, 3210 gaben ihre Stimmen ab. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 50,99 Prozent - für Bürgerentscheide ein sehr gutes Ergebnis.

Die Frage, ob das ehemalige Hallenbad abgerissen werden soll, beantworteten nach dem vorläufigen Ergebnis 1627 Münnerstädter mit "Ja", 1317 mit "Nein". Die Frage, ob das Hallenbad saniert werden soll, beantworteten 1559 Wähler mit "Ja" und 1444 mit "Nein". Somit haben die Münnerstädter sowohl für den Abriss als auch für die Sanierung gestimmt. In diesem Fall entscheidet die Stichfrage. Darin wurden die Bürger gefragt, ob das Ratsbegehren (Abriss) oder das Bürgerbegehren (Sanierung) zählen soll. 1608 Münnerstädter stimmten bei der Stichfrage für Abriss, 1551 für die Sanierung. In Prozenten ausgedrückt sind das 50,9 Prozent gegen 49,1 Prozent.

Bis zuletzt war es spannend. "Es wird äußerst knapp", sagte Bürgermeister Helmut Blank (CSU) um 19 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt lagen aller Ergebnisse - mit Ausnahme der Münnerstädter Zent - vor. Gegen 19.30 Uhr stand das extrem knappe Ergebnis fest. Dieses spiegele das Meinungsbild wider, sagte er. Unter den knapp 50 Prozent Nichtwählern seien sehr viele, die nicht hingegangen seien, weil sie das Thema nicht mehr hören können, sagt er. "Ich hoffe, dass das Ergebnis jetzt akzeptiert wird und wir wieder vernünftig arbeiten können", so das Stadtoberhaupt.