Nicht nur die Bekassinen machen Schwierigkeiten bei der Erschließung des kleinen Neubaugebiets am Langgutsberg. Einige Schwierigkeiten bereitet die Einmündung in die Staatsstraße, die in Richtung Großbardorf verläuft. Einmal ist die bisherige Zufahrt zu steil und muss deshalb abgeflacht werden, und außerdem behindert ein Teil der Friedhofsmauer den Einblick in die Staatsstraße nach Osten.
Bei einer Ortsbesichtigung stellte Bautechniker Matthias Kirchner aus Ebenhausen im Beisein von Burkard Ziegler und Richard Schleier von der Kirchenverwaltung sowie von Jochen Schmidt, Bauleiter der ausführenden Firma Ullrich, die Maßnahmen bezüglich der Friedhofsmauer vor.


Alte Grabplatten verlegen

"Das Teilstück der Mauer von der Kriegergedächtniskapelle bis zum Gehsteig muss abgetragen werden und wird in schräger Form nach Osten wieder aufgebaut, damit für Verkehrsteilnehmer der entsprechende Einblick in die Staatsstraße gewährleistet ist", sagte Matthias Kirchner. Bei dieser Maßnahme müssen auch die in der alten Mauer vorhandenen alten Grabplatten verlegt werden. Nach kurzer Diskussion wurde entschieden, die nicht denkmalgeschützten historischen Grabplatten, die am Außenrand der Mauer angebracht sind, dann in den Innenrand Richtung Friedhof einzumauern. Die Verlegung des Teilstücks der Friedhofsmauer und der Grabplatten wird von der Firma Ullrich ausgeführt.
Der bisherige Eingang zum Friedhof mit direktem Zugang zur Kapelle muss ebenfalls weichen. "Zwei denkmalgeschützte Kreuzwegstationen müssen versenkt und wieder in die Mauer eingebaut werden", sagte Kirchner. Das werde von einem Steinmetz fachmännisch erledigt. Wegfallen wird auch der bisherige Zugang zur Kriegergedächtniskapelle an der Nordseite. Dieser wird praktisch um 90 Grad nach Osten verlegt.
Burkard Ziegler wies noch auf die verschiedenen Risse in der Kapelle hin, die im Zuge der bisherigen Straßenbaumaßnahmen entstanden sind. Diese sind nach Aussage von Kirchner bereits dokumentiert. Der Friedhof in Großwenkheim ist im Besitz der katholischen Kirchenstiftung.
Das neue Wohngebiet umfasst zwölf Bauplätze.