Mit einer Ortsbesichtigung in Weichtungen begann die jüngste Sitzung des Marktgemeinderates. Eine Familie in der Rathausstraße will ihre Hoffläche ausbauen. Innerhalb dieser Fläche liegt allerdings eine Gemeindefläche, die als Zufahrt zu einem anderen privaten Grundstück dient. Die Familie hat nun angeboten, auch diese Fläche mit auszubauen, die Materialkosten sollen anteilig vom Markt Maßbach übernommen werden. Außerdem möchte die Familie die Fläche vor ihrer Garage, auf der ebenfalls die Wegfläche der Gemeinde liegt, ausbauen. Der Marktgemeinderat stimmte der Übernahme der Materialkosten in Höhe von insgesamt 9300 Euro zu. Außerdem kauft die Gemeinde, um die Eigentumsverhältnisse zu bereinigen, dort eine Fläche .

Auch den geplanten Standort für einen Pufferspeicher zur Wärmeversorgung des erweiterten Baugebietes Centleite nahm der Marktgemeinderat in Augenschein. Der Speicher, der einen Durchmesser von 2,5 Meter und eine Höhe von 5,6 Meter hat, soll auf Vorschlag der Schulleitung der Mittelschule in der Böschung von dem Sportplatz, unmittelbar am Wendehammer nordöstlich des Verwaltungsbaues, errichtet werden. Wenn sich keine Firma findet, die Zeit hat, die Arbeiten zu machen, soll der Bauhof die Erd-, Beton- und Rohrleitungsarbeiten nach den Sommerferien ausführen.

Der Markt Maßbach will Barrieren für Gehbehinderte abbauen. Im Vordergrund stehen dabei vor allem Hofeinfahrten oder Randsteine, erklärte Bürgermeister Matthias Klement. Damit die Regierung von Unterfranken die nötigen Bauarbeiten finanziell fördert, ist die Vorlage entsprechender Pläne nötig, hieß es. Deshalb beschloss der Marktgemeinderat , den Auftrag für ein "Handlungskonzept Barrierefreiheit" an das Stadtplanungsbüro Wegner in Veitshöchheim zu vergeben. Die Honorarkosten betragen 17 000 Euro und sollen erst im Jahr 2019 anfallen. Der Auftrag wurde ohne die Einholung weiterer Angebote vergeben, da die Planungsbüros zur Zeit sehr stark ausgelastet seien, wie es hieß.

Das Büro bekommt außerdem den Auftrag für eine "städtebauliche Feinuntersuchung" der Lippelsgasse in Poppenlauer. Diese Maßnahme wird im Rahmen der Städtebauförderung von der Regierung von Unterfranken gefördert. Die Honorarkosten betragen 6500 Euro, wenn ein Pauschalhonorar angesetzt wird. Bei Abrechnung nach Zeitaufwand könne es auch günstiger werden, hieß es. Der Marktgemeinderat entschied sich deshalb einstimmig dafür.

Die Transformatoren am Hochbehälter und am Brunnen 2 weisen Mängel auf, ergab die Untersuchung der Wartungsfirma. "Da die Ausfallwahrscheinlichkeit sehr hoch ist, wird vorgeschlagen, die Geräte durch neue austauschen zu lassen", heißt es in der Beschlussvorlage für den Marktgemeinderat. Die Verwaltung hatte ein Angebot bei der Firma in Würzburg, die die ganze Technik geliefert und wartet, eingeholt. Die Transformatoren sollen einschließlich Einbau knapp 25 000 Euro kosten. Im Haushalt sind 30 000 Euro vorgesehen.
Nach kurzer Diskussion, ob nicht doch weitere Angebote eingeholt werden sollten, stimmten die Marktgemeinderäte einstimmig zu. Bauhofleiter Wolfgang Brust konnte mit dem Argument überzeugen, dass die Firma sehr zuverlässig sei und die ganze Technik von ihr stammt.

Der Marktgemeinderat nahm zur Kenntnis, dass nun endlich in absehbarer Zeit der neue Mobilfunkmast der Telekom auf dem Schmidtberg in Betrieb genommen wird. Er soll ab der 34. Kalenderwoche, also zwischen dem 20. und 26. August, den Mobilfunk-Empfang im Raum Maßbach verbessern. Der Mast ist für die Übertragungsarten GSM und LTE ausgelegt. Damit ist auch sehr schneller mobiler Internet-Betrieb möglich mit Geschwindigkeiten, wie sie sonst nur zu Hause erreicht werden können.

Der Marktgemeinderat genehmigte einstimmig einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 5100 Euro für das Erhard-Klement-Haus. "Wie bereits seit längerem bekannt, können durch die relativ geringe Platzzahl keine ausreichenden Einnahmen erzielt werden" heißt es in der Sitzungsvorlage. Eine Erweiterung des Hauses war angedacht, dann aber doch wieder verworfen worden.

Die Musikvereine Poppenlauer und Rannungen bekommen für das gemeinsame Projekt "WIM - wir musizieren" an der Grundschule in Poppenlauer einen freiwilligen Zuschuss in Höhe von 3000 Euro. "Diese musikalische Früherziehung hat sich sehr bewährt für die persönliche Entwicklung und ist für die Kinder wichtig. Viele spielen später auch in den Musikvereinen mit," sagte Matthias Klement.

Die Rechtsschutzversicherung der Gemeinde über den Bayerischen Gemeindetag läuft zum Jahresende aus. Der Gemeindetag hat deshalb einen neuen Gruppenversicherungsvertrag mit der ÖRAG ausgehandelt, den sich auch die Marktgemeinde anschließt. Die Prämie ist sogar niedriger als bisher: der Voll-Rechtsschutz kostet jetzt 4558 Euro, das sind 400 Euro weniger als bisher. Dafür kostet der Straf- und Verkehrsrechtsschutz jetzt 310 Euro, das sind 88 Euro mehr. Insgesamt spart die Gemeinde also 312 Euro pro Jahr.