Der Marktgemeinderat Maßbach beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft "Elektromobilität im Landkreis Bad Kissingen" zu werden. Diese soll ein gemeinsames Elektromobilitätskonzept für alle 26 Städte und Gemeinden des Landkreises erstellen und die dazu notwendigen Fördermittel beantragen. Vorsitzender ist der Landrat, ihren Sitz hat die Arbeitsgemeinschaft im Landratsamt. "Dem Markt Maßbach entstehen keine Kosten", heißt es ausdrücklich in dem Beschluss. In diesem Konzept soll es vor allem um die Nutzung von E-Bikes gehen. Der Landkreis sei ein touristisch gut erschlossenes Gebiet mit einem tragfähigen Radwegenetz, das kontinuierlich weiter entwickelt werde. Hier würden sich besondere Chancen ergeben, auf lokaler Ebene auch stärkere Aktivitäten im E-Bike-Bereich zu entfalten.

Im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit solle eine ganzheitliche Betrachtung der Elektromobilität auf den Weg gebracht und Insellösungen vermieden werden. Ziel sei die Erarbeitung eines gemeinsamen abgestimmten interkommunalen Elektromobilitätskonzeptes sowie die fortdauernde Abstimmung zu diesem Thema im Landkreis. Dies soll die neue ARGE Elektromobilität übernehmen. Sie solle den Landkreis "als innovativen Wohn-, Arbeits- und Tourismusstandort stärken und interkommunales Denken und Handeln bei den Kommunen und Akteuren unterstützen." Im Vordergrund stehe dabei der interkommunale Austausch und eine bedarfsorientierte Vorgehensweise sowie Umweltschutz durch Kohlendioxid-Einsparung, Kosteneinsparungen für die Kommunen und der Nutzen für Bürger.


Schwarzbau aufgedeckt

Ein "Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Wochenendhauses mit Nebengebäude und Terrassenüberdachung" im Wochenendhausgebiet Schalksberg stand auf der Tagesordnung. Eigentlich nichts Besonderes, aber das Wochenendhaus steht schon seit vielen Jahren. Der Antragsteller habe es seinerzeit in Blockbauweise errichtet, in der Annahme, dass er dafür keine Baugenehmigung benötigt, teilte Bürgermeister Matthias Klement (CSU) mit. Das Grundstück soll nun verkauft werden, dabei sei von der Verwaltung festgestellt worden, dass für das Gebäude gar keine Baugenehmigung vorliegt.
Die Vorgaben des Bebauungsplanes mit Ausnahme der Dachneigungen würden eingehalten, hieß es. Das Landratsamt teilte mit, dass in diesem Einzelfall eine Befreiung hinsichtlich der Dachneigung erteilt werden dürfe. Der Marktgemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen und stimmte auch einer Befreiung von den Vorschriften der Dachneigung zu. Möglicherweise kommt auf den Eigentümer trotzdem noch Ärger zu: "Ob ein Bußgeldverfahren eingeleitet wird, obliegt dem Landratsamt Bad Kissingen als untere Bauaufsichtsbehörde" heißt es in der Beschlussvorlage der
Gemeindeverwaltung. Außerdem fragte Marktgemeinderat Diethard Dittmar (SPD) nach der Grundsteuer. "Ein guter Hinweis" meinte dazu der Bürgermeister.

Schnell erledigt war ein Antrag auf Nutzungsänderung. In einem Kellergeschoss eines Hauses im Jägergarten im Ortsteil Maßbach soll ein Frisiersalon eingerichtet werden. Hier arbeitete bisher ein Steuerberater. Genehmigt wurde auch der Antrag zur Aufstockung eines Wohnhauses mit Anbau eines Carports und einer Außentreppe. Dadurch wird aus dem Ein- ein Zweifamilienwohnhaus. Die Aufstockung sei als städtebauliche Nachverdichtung zu betrachten, wodurch kein weiteres Bauland verbraucht werde, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Marktgemeinderat vergab ferner Zimmererarbeiten für die Sanierung der Zehntscheune im Ortsteil Poppenlauer. Bereits im Jahr 2012 waren an der Südseite der Scheune die Gesimsbalken ausgetauscht worden. Da an der Nordseite die Bühne für die Theateraufführung stand, konnten die Arbeiten dort bisher nicht ausgeführt werden und sollen nun nachgeholt werden. Acht Firmen waren angeschrieben worden, vier gaben Angebote ab. Das wirtschaftlichste Angebot kam von einem Unternehmen aus Wermerichshausen zum Preis von 19 683 Euro. Im Gemeindehaushalt 2017 sind dafür 30 000 Euro eingestellt. Die Arbeiten können aber erst im Frühjahr 2018 ausgeführt werden. Deshalb werden die Kosten ins Haushaltsjahr 2018 übertragen.

Dominik Blümlein bleibt weitere sechs Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Poppenlauer. Er war bereits im März von seinen Kameraden in seinem Amt wiedergewählt worden. Nun bestätigte ihn auch der Marktgemeinderat einstimmig. "Das blieb versehentlich liegen", meinte Bürgermeister Klement auf die Frage, warum dieser Punkt erst jetzt auf die Tagesordnung kam.