Die Thundorfer Dorfweihnacht wird immer bekannter. In diesem Jahr kamen erstmals drei Reisebusse mit Gästen, die den vorweihnachtlichen Markt erleben wollten. Doch das Treiben in Thundorf gefällt nicht nur den Besuchern, auch die Aussteller sind zufrieden. "Wir sind von Anfang an dabei und möchten die Thundorfer Dorfweihnacht auch nicht missen. Es passt, sonst würden wir nicht so gerne kommen. Hier im Ritterkeller ist einer der schönsten Plätze", sagen Andre und Anja Wolf aus Löffelsterz und fügen an: "Kompliment an den kleinen Ort."

Mehr Platz für Aussteller

Durch die erweiterte Kapazität der Ausstellerflächen in der neuen Festhalle und die Einbindung des ehemaligen Forsthauses, das vom Kindergarten zum Kränze verkauf genutzt wurde, gewann die Dorfweihnacht an zusätzlicher Attraktivität. Was wäre jedoch die Dorfweihnacht, kämen keine Aussteller. Das ist unsere geringste Sorge", sagt der dafür mitverantwortliche Martin Heusinger.
Denn viele melden sich schon ein Jahr zuvor an, um sicher dabei zu sein. Ausstellerin Notburga Schreiner (Mellrichstadt) ist schon zum dritten Mal in Thundorf. "Ich freue mich schon lange vorher auf diese Dorfweihnacht, besonders ein solch wunderbares Ambiente findet man auf keinem anderen Weihnachtsmarkt", sagt sie.
In diesem Jahr waren es vierzig Aussteller, die eine Vielzahl an Produkten angeboten haben. Das Angebot reichte von Weihnachtlichem im Rathaus, handwerklicher Kunst im Musikheim, einem Weihnachtsmarkt im Ritterkeller, Kaffeespezialitäten im evangelischen Gemeindehaus, weihnachtlichen Spezialitäten und Fundgrube im Hofgut, Kreatives und Waffelland im alten Backhaus, Kränzeverkauf im Forsthaus, Künstlerisches und Schmuck in der Festhalle, bis hin zum Winterzauber im "alten Häusle". Für Essen und Getränke sorgten die beteiligten Ortsvereine.

Einstimmung mit Musik

Bürgermeister Egon Klöffel gab am Samstagnachmitag den Startschuss, nachdem bereits um 15 Uhr der Weihnachtsmarkt seine Toren geöffnet und um 17 Uhr der Chor Mirjam unter der Leitung von Richard Mützel die Besucher in der sehr gut besuchten Kirche "St. Laurentius" mit einem abwechslungsreichen Konzert auf die Dorfweihnacht eingestimmt hatte. Das Rahmenprogramm konnte sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen: die Kindergartenkinder mit ihren Lampions, die Alphornbläser aus Geroda, die "Trichtergsichter" aus Ebertshausen, die Kinder der Grundschule Thundorf und der Kinderchor vom Haus Gottesgüte in Oberlauringen sowie ein Gospelkonzert von "Spirit of Joy".

Berührendes Erlebnis

Ruth Kaufmann hatte mit ihrer Tochter Ronja bei der Thundorfer Dorfweihnacht ein besonderes Erlebnis: "Sehr berührt hat mich, dass eine Ausstellerin, gleich nachdem sie von meiner Tochter mit ,Downsyndrom‘ angesprochen wurde, Ronja mit einem Weihnachtsgeschenk überraschte."
Die Autorin Margot Schu berth aus Kronach, die heute in München lebt und ihre Ausstellung im Rathaus hatte, habe ihr spontan eine gefüllte Geschenktüte überreicht. "Darin war eine Karte mit einem selbst geschriebenen Gedicht von ihr, ein kleiner Holzweihnachtsstern und ein Metalltannenbaum zum Aufhängen mit einer kleinen Kerze und Led-Licht darin sowie einem lieben Spruch darauf. Ich hätte fast die Schätze von Frau Schuberth gar nicht entdeckt, wenn sie mich nicht noch aufmerksam gemacht hätte, dass sie alle ihre Gedichte selbst schreibt", sagt Ruth Kaufmann und fügt an: "Ihre Gedichte geben Mut, Stärke und Vertrauen für das Leben. Ich werde diese nette Geste nicht vergessen, denn es war für mich und meine Tochter ein vorgezogenes Weihnachten."