Die Bemühungen in den letzten Wochen, einen Schützenmeister für den Schützenverein "Hubertus" Großwenkheim zu finden, sind jeweils gescheitert und das Ende des Vereins drohte wie ein Damoklesschwert. Jetzt steht es fest, der Verein wird aufgelöst.
Mit dem Ende des Schützenvereins, der 1926 gegründet und nach einer Pause 1976 wiedergegründet wurde, endet auch eine lange Tradition und nach dem Männergesangverein hat der Ort einen weiteren Verein weniger. In der letzten außerordentlichen Versammlung im Schützenheim legte Schützenmeister Wilfried König den wiederum nur 20 anwesenden Mitgliedern die rechtliche Sachlage dar, die er sich vom Amtsgericht besorgt hatte. Demnach könnte die Auflösung des Vereins auch ohne eine bestimmte Mitgliederquote beschlossen werden. Nach kurzer, sachlicher Diskussion erfolgte der einstimmige Beschluss, den Schützenverein zum 1. Oktober 2017 aufzulösen.
"Für mich ist es sehr traurig, dass kein Interesse mehr bestand, die Führungsposition zu übernehmen, aber auch keine Aktivitäten im Erwachsenen- und im Jugendbereich mehr vorhanden waren", sagte Wilfried König. Letztendlich blieb nur schweren Herzen die Auflösung des Vereins. Er sei nun erleichtert, dass nach den nervenaufreibenden Wochen und Monaten jetzt ein Schlussstrich gezogen worden sei.
Bis die Auflösung komplett abgewickelt ist, bleibt für den Vorstand aber noch eine ganze Menge Arbeit. Das Schützenheim geht zum 1. Oktober an die Stadt Münnerstadt als Eigentümerin mit der Auflösung des Pachtvertrags zurück. Daneben müssen weitere Verträge gekündigt werden.
"Es gibt im Ort interessierte Vereine, die das Schützenhaus übernehmen möchten", sagt König. Dies sei unter Einhaltung bestimmter Vorschriften auch schnell möglich. Er hoffe auch, dass dabei das komplette Inventar, die Bestuhlung und die nagelneue Küche, an den möglichen Nachfolger übergeht. Für die Gewehre bestehen bereits jetzt gute Verkaufschancen, berichtet er.