Lothar Nöth treibt es jetzt sozusagen auf die Spitze: Der Burgläurer Fotograf mit dem Blick fürs Wesentliche hat jetzt auf der Bundesfotoschau im hessischen Bickenbach die höchste Auszeichnung für Amateurfotografen entgegengenommen: den E-FIAP in Platin.


Fotos aus verschiedenen Ländern

Nur wer selbst öfter unterwegs ist, um tolle Motive zu suchen und sie nach allen Regeln der Kunst mit der Kamera einzufangen, kann ermessen, was einen super Fotografen ausmacht und wie selten Spitzenfotos gelingen. Was gehört also dazu, um gleich Top-Bilder in Serie zu machen? Man liegt wohl richtig, wenn man annimmt, dass in der Jury zu diesem Wettbewerb der weltweiten Dachorganisation der nationalen Fotoverbände (FIAP, Paris) Topleute sitzen, die zahllose mehr oder weniger gute Fotos von Tausenden von Fotografen durchforsten, um schließlich einen Sieger für diese E-Stufe zu küren.
Die Anforderungen für diesen Preis sind sehr hoch: Man hat sechs Bilder einzureichen, von denen jedes in verschiedenen Ländern ausgezeichnet wurde. Zudem müssen von all den Fotos, die man bei Wettbewerben einschickte, 600 "angenommen" worden sein. Gleichzeitig sollen laut Vorschrift darunter mindestens 200 verschiedene Motive sein.


Seit rund 30 Jahren Fotograf

Ein bisschen stolz ist Nöth daher schon, den E-FIAP nun abgeräumt zu haben. Und natürlich gibt es ihm Ansporn, auch weiter mit dem Fotoapparat auf Motivjagd zu gehen. Seit mehr als 30 Jahren ist der Fotograf aus Leidenschaft nun schon in seiner Freizeit im In- und Ausland unterwegs, um in seinen Bildern alle möglichen Facetten des Lebens einzufangen.
Wenn in Indonesien die Frauen auf den Feldern Reis ernten, wenn in Indien die Händler auf dem größten Kamelmarkt der Welt in Pushkar ihre Tiere feilbieten - Lothar Nöth war mit ziemlicher Sicherheit schon mal dabei. Er hat dort die Vorgänge beobachtet, hat die Atmosphäre erspürt und dann im "richtigen" Moment den Auslöser der Kamera gedrückt.
100 bis 500 Fotos schießt er dann pro Tag und bringt aus jedem Urlaub meist 4000 Bilder mit. Etliche seiner Bilder sind inzwischen preisgekrönt. Erst im Juni dieses Jahres stellte er seine besten Schnappschüsse im Deutschordensschloss in Münnerstadt öffentlich aus. Ein weiteres Prädikat, den M-FIAP, bekam Nöth schon 2014 für die "beste fotografische Einzelleistung".
Dabei handelte es sich um zahlreiche ungewöhnliche Porträts des Leipziger Wave-Gotik-Treffens. Und jetzt mal ganz nebenbei: In Deutschland gibt es erst drei Personen, die diese beiden FIAP-Auszeichnungen zusammen aufweisen können.