Zur Carl-von-Heß´schen Stiftung gehört jetzt die Juliusspitalstiftung, die Eigentümerin des Juliusspital-Altenheimes und Betreiberin des benachbarten Betreuten Wohnens St. Michael war. Innerhalb dieses betreuten Wohnens leben ältere Mitglieder des Augustinerordens, die dem Konvent St. Michael angehören.

Während der Gebäudekomplex des Juliusspital-Altenheimes durch die Zustiftung bereits zum Eigentum der Carl-von-Heß´schen Stiftung wurde, gehört St. Michael weiterhin dem Augustinerorden, Nun stellt sich die Frage, ob die Carl-von-Heß´-sche Stiftung auch die Gebäude dieses Klostertraktes in in Form einer Zustiftung übernehmen soll. Verhandelt wird dabei sowohl über die Wohngebäude, als auch über die Klosterkirche. Hier geht es um die Frage der künftigen Baulast. Die Klosterkirche wird auch weiterhin als Gotteshaus genutzt werden.
Mehr Informationen zum Stand der Verhandlungen gibt es allerdings nicht. Er verstehe das öffentliche Interesse, könne aber derzeit nicht mehr dazu sagen, betonte Pater Alfons Tony.

Gleichzeitig betonte der Provinzial, dass er die Konventslösung in St. Michael weiterhin "für eine gute Sache" hält. Die Augustiner des Konvents "St. Michael" wohnen im Betreuten Wohnen St. Michael in Gemeinschaft mit den anderen Wohnungsmietern. Der Konvent sei auch nicht gefährdet, betont Pater Alfons Tony, obgleich dieser immer kleiner geworden ist. Die Augustiner möchten ihn beibehalten, weil ältere Ordensbrüder dort gut betreut werden können, meint der Provinzial. Im Konvent leben derzeit noch drei Augustiner der deutschen Ordensprovinz und ein Mitbruder, der eigentlich dem Vikariat Wien angehört. Für einen Konvent ist eine Mindestgröße von drei Mitbrüdern vorgeschrieben, erläutert Pater Alfons.

Bei zwei Mitbrüdern spricht man dann von einem Domus. Im Jahr 2000, als der Augustinerorden und die Juliusspitalstiftung den ersten Spatenstich für die Einrichtung des Betreuten Wohnens in St. Michael feierten, lebten noch zehn Ordensleute im Konvent St. Michael. Der Provinzial war in der letzten Woche zu Gesprächen im Münnerstädter Konvent, um gemeinsam mit den verbliebenen Mitbrüdern zu beraten, wie die Konventsleitung in St. Michael aussehen soll. Mit einer Entscheidung sei nicht vor Mitte Januar zu rechnen, betont Pater Alfons Tony, weil solche Beschlüsse von den übergeordneten Gremien des Ordens beraten und dann noch abgesegnet werden müssten.