105 Mitglieder zählt der Verein der "Maßbacher Volkstänzer e.V." aktuell. Doch so ganz glücklich zeigten sich Vorsitzender und Tanzmeister nicht mit der Situation. Zwar gibt es zwölf aktive Tanzpaare, aber leider sei es halt manchmal äußert mühsam, zu Auftritten und zur Teilnahme an Veranstaltungen genügend Tanzwillige zusammen zu trommeln. In einer großen Runde hatten sich die 22 Anwesende zur Jahreshauptversammlung im noch als Probelokal genutzten Jugendheim der evangelischen Pfarrgemeinde zusammengefunden.
Diesmal jedoch nicht in Tanzformation, sondern sitzend am großen Tischkreis. In ihren Berichten und Rückschauen gingen sowohl Vorsitzender Bernhard Schraut, Schriftführerin Christine Kleinhenz, Schatzmeisterin Gudrun Günzel und Tanzmeister Gerhard Großmann auf die Aktivitäten, Ereignisse und Termine des zurückliegenden Jahres ein.


Ehrungen fielen aus

Die 24 Tanzproben waren leidlich gut besucht worden, der Kassenstand weist einen leichten Rückgang auf, bedingt durch den nicht ganz zufriedenstellenden Zuspruch von Gästen am Kirmestanz. Von der Versammlung wurde dem Vorstand Entlastung erteilt.
Die geplanten Ehrungen langjähriger Mitglieder konnten nicht durchgeführt werden, da die für 25-jährige Mitgliedschaft zur Ehrung Anstehenden allesamt nicht erschienen waren. "Ich trage die Urkunden jedenfalls niemand nach...", meinte dazu der Vorsitzende leicht verschnupft. Für das Jahr 2016 stehen wieder mehrere Auftritte an. Dazu lud der Tanzmeister die Aktiven herzlich zu den wichtigen Proben und zum Mitwirken ein.
Unter dem Punkt "Verschiedenes" teilte Vorsitzender Schraut mit, dass am 10. September wieder der "Kermestanz" im Schützenhaus durchgeführt wird, mit der Hoffnung auf stärkerem Zuspruch. Hinsichtlich der regelmäßigen Teilnahme an den Proben meinte er: "Fünf Minuten vor der Zeit ist die rechte Pünktlichkeit".
Der Antrag, für das Tanzleiter-Paar, einen Pauschalbetrag zur Begleichung anfallender Ausgaben zur Verfügung zu stellen, sorgte für ausgiebige Diskussion; letztendlich stimmten die Versammlungsteilnehmer mehrheitlich dafür.
Betroffen zeigten sich die Tanzfreunde von der angekündigte massiven Erhöhung der Raumnutzungsgebühr für den Proberaum. Man wolle nochmal mit den Eigentümern sprechen, jedoch könne es nicht schaden, sich nach Alternativen umzusehen, hieß es in der Versammlung. Angeregt wurde auch, dass sich jemand bereit erkläre, die fotografische Dokumentation des Vereinslebens zu übernehmen. Dazu meinte allerdings ein Mitglied, dass er dies doch schon seit vielen Jahren täte.
Auch machten sich die Mitglieder Gedanken darüber, was man gegen den Kassenbestand-Schwund unternehmen könne. Beitragserhöhung, mehr entlohnte Auftritte annehmen, Anhebung der Getränkepreise bei den Proben, so lauteten einige der Vorschläge. Enthusiastisch meint einer der Volkstänzer, man werde da doch eine Lösung finden können und jeder solle sich Gedanken darüber machen, denn: "Mir wolle doch tanz, oder? Drum komme mer ja zamm!"