Wermerichshausen — Ein positives Zeichen für den Zusammenhalt im Schützenverein Wannigtal 1965 e.V. ist das große Interesse an den Jahresversammlungen: 60 Mitglieder waren es diesmal, dazu noch einige Gäste. Schützenmeister Karl Bauer sagte: "Ich freue mich besonders über die Anwesenheit so vieler jugendlicher Sport-Schützen."
Der Verein zählt aktuell 139 Schießsport-Begeisterte, darunter 113 Schützen, elf Schüler, sechs Jugendliche und vier Junioren. Bemerkenswert sei der Zuwachs von 13 Neumitgliedern. Darunter seien die meisten aus Nachbargemeinden, sagte Schriftführerin Bianca Weigand. "Anscheinend stimmt die Chemie unter den Mitgliedern im Verein", ergänzte Karl Bauer diese Feststellung, "sonst hätte unser Verein nicht eine so starke Anziehungskraft."
Über viele Erfolge im Bogensport berichtete Bogenreferent Alexander Saal. Die eifrigsten Bogenschützen seien die Schüler. Besondere Aufmerksamkeit unter der Vereinsspitze habe der Nachmittag im Ferienprogramm hervorgerufen. Zu beachten sei, dass 22 Kinder aus der Region gekommen seien, aber nicht ein einziges aus Wermerichshausen. Das sei ein Zeichen dafür, dass der Bogensport auch in anderen Orten Zukunft hat. "Nur durch die Jugend können die Vereine weiter existieren", meinte Saal.
Er sprach sich lobend über die vielen guten bis besten Ergebnisse bei verschiedenen Wettbewerben aus und überreichte eine Serie Ehrenurkunden. Die Arbeit mit dem Bogen mache immer wieder Freude bei den Jung-Bogenschützen, meinte Hilmar Kleinhenz, der Jugendleiter Bogen, und stellte fest: "Der Trainingsgeist ist super". Er dankte dem Vorstand für die Mitarbeit rund um den Bogenplatz: "Wenn die Führung stimmt, kann's erfolgreich weitergehen", betonte er.
Stellvertretender Gauschützenmeister Günter Schwager (Oberbach) nahm die Ehrungen vor, während Bauer auf jeden Geehrten eine kleine Laudatio hielt: Für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Silvia Heusinger, Erich Pretscher, Christian Röder und Hannelore Schlott; für 40-jährige Treue und Mitarbeit bei den Wannigtal-Schützen: Hermann Dellert, Peter Saal und Alfred Schlembach.
Diskutiert werde laut Schwager derzeit über das Prozedere bei Übungs- und Wettkampf-Schießen: Die Frage sei, ob ältere Schützen aufgelegt schießen dürfen statt freihändig. Es würden ja immer mehr ältere Schützen an Wettkämpfen teilnehmen, meinte Schwager. Beschlossen wurde, dass Zweitmitglieder zukünftig 25 Euro statt bisher 35 Euro Mitgliedsbeitrag zahlen müssen.
Nach einer Marathon-Ehrung für besondere sportliche Leistungen, bei denen Dominik Saal, Jan Röder bei den Jugendlichen und Markus Bauer als vereinsbeste Schützen in mehreren Disziplinen auffielen, endete die Versammlung mit einem dreifachen "Gut Schuss" des Schützenmeisters.