"Wir haben die Anregungen der Bürger aufgenommen und setzen sie Stück für Stück um", sagte Bürgermeister Helmut Blank (CSU).
Begonnen wurde mit dem Herausreißen von Hecken. "Der Heckenbestand ist 40 Jahre alt", sagt Bernd Hochrein, zuständig für das Friedhofswesen bei der Stadtverwaltung Münnerstadt. Im so genannten Teil A des Friedhofs gibt es mehrere aufgelassene Familiengräber, die durch Hecken voneinander getrennt waren. Diese sind jetzt heraus gerissen worden. "Dadurch wird der Unterhalt erleichtert und es kostet nicht so viel", erläutert Bernd Hochrein. Jetzt wird Rasen angesät, der dann von den Pflegern des Friedhofes problemlos geschnitten werden kann weil es die durch die Hecken entstandenen kleinen Abteilungen nicht mehr gibt. Später sollen dort Gräber mit viel kleineren Pflanzflächen entstehen. "Analog dem grünen Friedhof", erklärt Bernd Hochrein.
Abgeschlossen sind jetzt auch die Arbeiten am zweiten Urnenfeld. "Urnenbestattungen sind in den letzten Jahren von zehn auf knapp 50 Prozent gestiegen." Und im ersten Urnenfeld seien lediglich noch zwei, drei Plätze frei. Das Interesse an einem Platz im Urnenfeld sei viel größer als bei der Urnenwand. "Im Urnenfeld können die Angehörigen zu Allerheiligen auch mal ein Gesteck hinlegen, was bei der Urnenwand nicht möglich ist", begründet Bernd Hochrein die hohe Nachfrage.

Gegenüber der Gruft

Das neue Urnenfeld ist an der Stelle von drei aufgelassenen Familiengräbern entstanden. Die hatten auch noch einzelne Fundamente, die sowieso raus gemusst hätten, erläutert der Standesbeamte. Der Vorteil dieser Stelle: Die Urnenwand ist ebenerdig, also auch problemlos mit Rollator und Rollstuhl zu erreichen, was ja nicht überall auf dem Friedhof der Fall ist. Das Areal befindet sich unmittelbar gegenüber der Augustiner-Gruft.