Einen ganzen langen Tag im Einsatz waren die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach und weitere Helfer: Es galt unter anderem, das fast fertiggestellte Gerätehaus auf seine Tauglichkeit und vielfältige Nutzbarkeit in der Praxis zu testen. Während fleißige Hände schon in aller Frühe Klöße rollten und köchelten, fanden sich neben der Ortsbevölkerung uniformierte Wehrleute und Fahnenabordnungen der Nachbarwehren in der St. Michaelskirche ein. Die Predigt hielt P. Winfried Pfeuffer.


Viele Gäste

Mit dem neuen Einsatzfahrzeug an der Spitze, mit Fahnenabordnungen, Uniformierten und der Dorfbevölkerung zog die Festparade nach dem Gottesdienst unter den flotten Klängen der Blaskapelle hin zum Gerätehaus. Dort wurden in einer Segnungsfeier das neue Einsatzfahrzeug und alle die damit unterwegs sein werden, dem Schutze Gottes anbefohlen. Mit dabei waren Bürgermeister Helmut Blank, sein Stellvertreter Michael Kastl, einige Stadträte und viele Gäste.


Großes Lob vom Bürgermeister

Blank sprach den Verantwortlichen der Reichenbacher Wehr ein ganz großes Lob aus. Denn außer den vielfältigen Bemühungen, Planungen und vielen, vielen Eigenleistungsstunden für die Fertigstellung des neuen Gerätehauses hätten sie sich auch noch um die Beschaffung eines Ersatzfahrzeuges gekümmert. War doch - einige Jahre früher als in der Beschaffungsplanung vorgesehen - das altgediente Fahrzeug technisch bedingt ausgefallen. Eine Reparatur hätte sich nicht mehr gelohnt. Nun konnte dank gründlicher Recherche und Internetsuche ein Fahrzeug gefunden und sehr kurzfristig erworben werden, welches sich nicht nur in einem Topzustand befindet, sondern noch dazu voll ausgestattet ist.


Schlüssel aus Backwerk

Mit diesem Schnäppchen, einem LS 8/6, kann eine Neubeschaffung für die nächsten Jahre zurückgestellt werden. Die Reichenbacher Wehr verfügt nun über ein vollwertiges Einsatzfahrzeug. Mit einem symbolischen Schlüssel in Gestalt von süßem Backwerk übergab Bürgermeister Blank offiziell die Schlüsselgewalt an den Reichenbacher Kommandanten Manuel Gessner.


Würdigung von Frey

Kreisbrandinspektor Edwin Frey würdigte namens der Kreis-Feuerwehrleitung das Engagement der Reichenbacher Wehr, die sich in letzter Zeit mit zwei Baustellen, nämlich dem Gerätehaus-Neubau und der Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges, herumschlagen musste. Nun sei die Wehr gerüstet für kommende Aufgaben. Dennoch wünsche er keine Ernstfall-Einsätze für das Fahrzeug, sondern möglichst nur dessen Nutzung zu Übungen, sagte Frey.
Die zahlreichen Besucher konnten erstmals das neue, noch nicht ganz fertiggestellte Gebäude in Augenschein nehmen. Später zeigten die Wehrleute aus Reichenbach und Windheim, unterstützt durch Besatzung und Gerätschaften des Rüstwagens der Münnerstädter Wehr, Einsatzübungen technischer Hilfeleistung.
Sehr interessiert beobachtete dabei eine große Zuschauerschar das Übungsszenario: Ein Fahrzeug musste nach einem Unfall zur Rettung der Insassen mit technischen Geräten zerlegt werden. Auch galt es, weitere Verletzte aus einem Wohnanhänger zu retten und zu versorgen.