Die Maßbacher Hauptschule ist in die Jahre gekommen. Zuletzt kam es bereits zweimal vor, dass sich der Rahmen eines Fensters beim Öffnen gelöst hat. Verletzt wurde zwar niemand, doch nun ist Handlungsbedarf geboten. Baufällige Fenster wurden bereits verschraubt, um ein Öffnen zu verhindern. Eine Reparatur gestaltet sich schwierig, da es für die Alu-Fenster der ersten Generation keine Beschläge mehr gibt.
Talseitig sind komplette Fensterelemente verbaut, in die wiederum neue Rahmen mit Fenstern eingesetzt werden könnten. Auf der rückwärtigen Seite wäre eine ähnliche Lösung für 1300 Euro pro Fenster möglich. Hier sind die Fenster als Einzelelemente verbaut, was auch komplett neue Fenster für 2100 Euro pro Stück ermöglichen würde. Insgesamt werden etwa 20 Fenster für schadhaft gehalten.
Vor allem vor dem Hintergund der unsicheren Zukunft der Schule wollte 2. Bürgermeister Diethard Dittmar (SPD), der die jüngste Sitzung des Marktgemeinderates in Vertretung von Bürgermeister Johannes Wegner (Für Bürger und Umwelt) leitete, die Überlegungen zur Abstimmung stellen. Beschlossen wurde, die Fenster zur Talseite zu renovieren und auf der anderen Seite komplett zu erneuern.
Die Bevölkerungsentwicklung war auch ein Thema in der jüngsten Sitzung. 4600 Menschen - und damit 43 weniger als bislang angenommen - lebten zum Stichtag 9. Mai 2011 im Markt. Das hat der vom Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung in Auftrag gegebene Zensus ergeben.
Mit dieser Differenz von weniger als einem Prozent läge der Markt jedoch sehr gut, beschwichtigte der 2. Bürgermeister das erstaunte Gemurmel im Gremium, das Wolfgang Rützel (Wählergemeinschaft Poppenlauer) auf den Punkt brachte: "Jetzt sind wir sogar noch weniger, als wir eh schon gedacht hatten!" Er zweifelte ohnehin die Richtigkeit an, denn es waren seinerzeit nur alle Grundstücksbesitzer angeschrieben worden, mit der Aufforderung zur Angebe der Personenzahl auf ihrem Besitz. Das Melderegister sei zutreffender, meint er. Dem sei nicht so, antwortete Dittmar. Vielmehr gebe es eine nicht unwesentlichen Anzahl von Mitbürgern, die zwei Hauptwohnsitze gleichzeitig gehabt hätten. Dies sei jetzt bereinigt worden, was zu eben jenem Schwund geführt habe.