Die Bauzeit betrug nur ein Jahr, und am 12. März 2014 wurde die Schule mit einem großen Dorffest eingeweiht. Regina Rinke hinterließ mit Lichtbildern und lebhaften Schilderungen von Land und Leuten in Ruanda bei den Zuhörern starke Eindrücke. Zu diesem ungewöhnlichen Einsatz beim Bau einer Schule in Ruanda, unterhalb des Äquators in der Nähe des Viktoriasees, hatten laut Rinke mehrere Umstände geführt. Dazu gehörte die Krankheit ihres Mannes nach 50 Jahren Ehe.

Aufmunternde Worte

Der Gatte starb vor fast genau vier Jahren, es folgten Depressionen. In dieser Zeit wurde Pfarrer Andreas Krefft ein wichtiger Ansprechpartner von Regina Rinke. "Wir brauchen Sie", sagte er zu ihr, und beide kamen auf die Idee mit der Schule in Afrika. Diese Idee kam ihr nach dem Alleinsein wie eine Erleuchtung vor. Regina Rinke erinnert sich gerne an Ruanda. Das Land der 1000 Hügel sei wunderschön. Es habe mächtige Vulkane, Flüsse und Seen, sei das Land der Bananen, und Rinder und Schafe seien der wesentliche Reichtum einer Familie. Aber: Ein Arbeiter verdiene rund 2,50 Euro pro Tag, das Land sei eines der ärmsten in Afrika.
Im März 2013 begann der Bau der Schule, das ganze Dorf half mit. Die Freude war groß, als sie mit Pfarrer Krefft im Juli 2014 das Dorf besuchte, erzählt Regina Rinke. Ihr Herz sei dabei fast zersprungen, als sie ein Schild mit den Namen von Herrn und Frau Rinke gesehen habe, das an die große Tat erinnere. 1000 Kugelschreiber und Fußbälle hatten Regina Rinke und Pfarrer Krefft als Geschenke dabei, und sie versprach dem dortigen Bischof, weiter für Spenden zu sammeln.
Denn sie ist überzeugt: "Viele kleine Leute können ein wenig mit kleinen Spenden helfen."Eine Zisterne und eine Toilettenanlage, aber auch die Weiterbildung im Beruf sind die kommenden Aufgaben, denen sich Regina Rinke noch verpflichtet fühlt.