Eugen Erhard ist in der Nacht zum Mittwoch,27. April, im Alter von 94 Jahren gestorben. Der gebürtige Rannunger ging in seinem Heimatort zur Schule. Später, im Jahr 1938, waren zwei Winterkurse an der Landwirtschaftsschule in Bad Neustadt der Einstieg in die Landwirtschaft. Doch dann kam erst einmal der Zweite Weltkrieg.
Als dieser noch nicht ganz vorbei war, lernte er im Jahr 1944, über einen Kriegskameraden aus Hollstadt, seine Frau Maria kennen, die er ein Jahr später heiratete. Da war der Krieg schon zu Ende. Zu Hause in Rannungen war jedoch das landwirtschaftliche Anwesen der Eltern schwer beschädigt worden. Eugen und Maria Erhard gingen daran, alles wieder aufzubauen.
In Rannungen galt Erhard stets als Landwirt mit Leidenschaft. Er brachte sich auch ins politische Leben mit ein, war von 1954 bis 1966 im Gemeinderat und von 1972 bis 1990 im Kreistag. Auch die Feuerwehr wählte ihn an vorderste Stelle, er war mehrere Jahre stellvertretender Kommandant.
Höchste Funktionen bekleidete er bei der Raiffeisenbank Rannungen von 1952 bis 1990: Zunächst war er im Vorstand, dann wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und war schließlich Vorstandsvorsitzender. 40 Jahre war er Vorsitzender der Waldkörperschaft. Es ist noch nicht so lange her, dass Erhard für seine 45-jährige Mitgliedschaft beim CSU-Ortsverband ausgezeichnet wurde, wo er auch etliche Jahre Vorsitzender war. 2010 hatte Erhard mit seiner Frau die eiserne Hochzeit gefeiert, kurz nachdem er 90 Jahre alt geworden war.
Die Beerdigung findet am Freitag um 14.30 Uhr statt. Isolde Krapf