Eine neue Personalaufstellung sei schon nach kurzer Zeit notwendig geworden. Erst im vergangenen November konnte die Bürgergenossenschaft wieder vollzählig arbeiten, als Joachim Spies aus Brünn als weiteres Mitglied in den Vorstand gewählt wurde.

Das erste Projekt wurde nun in Angriff genommen, das am Marktplatz gelegene, alte Geschäftshaus zwischen Schuhhaus Moritz und Friseur Grohe. Joachim Spies erläuterte den zahlreich erschienen Bürgergenossen die Daten des Vorhabens, insbesondere die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Internationales Künstlerhaus

Nach wie vor sei ein internationales Künstlerhaus als Nutzungsperspektive angedacht, jedoch werden für die weitere Planung auch andere Möglichkeiten in Betracht gezogen. Die Gesamtkosten von kalkulierten 475 000 Euro hält die BG für finanzierbar und für die Zukunft belastbar. Getragen werden soll das Konzept von einer großen Zahl von Anteilseignern - bis heute sind es 88. Hans Petsch gab in diesem Zusammenhang bekannt, dass der Altstadtverein Münnerstadt e.V. sich mit einem Anteil beteiligen wird. Eine Werbekampagne soll die Situation bis Ende des Jahres deutlich verbessern.

Die Bürgergenossenschaft möchte sich aktiv an der künftigen Diskussion über die mögliche Nutzung von Leerständen und auch der Neuschaffung von Wohn- und Geschäftsraum beteiligen. Dies machte zum Schluss der Veranstaltung Hartmut Hessel deutlich. Das Thema könne vor allem im eigenen Interesse nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die seit eini gen Jahren vorgenommene Nutzung von Ladengeschäften für eine "Secondhand-Kultur" sollte unbedingt weiter entwickelt und so zu einem Alleinstellungsmerkmal für Münnerstadt werden.