"Das Symbol für Pfingsten, für den Heiligen Geist, ist die Taube", sagt Stadtpfarrer Pater Markus Reis. "Der Heilige Geist bringt uns in Bewegung." Gleich 1000 Tauben in Bewegung werden die Besucher der Pfingstgottesdienste am Sonntag und Montag (jeweils um 10.30 Uhr) erleben. Sie werden Bestandteil der Predigt von Pater Markus sein.
Manchmal kann man tatsächlich aus der Not eine Tugend machen. Seit geraumer Zeit ist ein großes Netz in der Kirche gespannt, um die Besucher vor möglichen herabfallenden Putzteilen zu schützen. Pater Markus hatte einmal in Oberbayern gesehen, dass so ein Netz genutzt werden kann, um Schnüre mit Gebasteltem zu halten.


Origami-Falttechnik

Diese Idee hat die Stammesvorsitzende der Münnerstädter St.-Georgs-Pfadfinder vom Stamm der Kreuzritter, Yvonne Sturmat, aufgenommen. In den Gruppennachmittagen und teilweise auch zuhause hat sie mit 18 Kindern und einigen Eltern 1000 Tauben in Origami-Falttechnik gebastelt. "Wir waren von Fasching bis Ostern damit beschäftigt", sagt Yvonne Sturmat.
Allerdings stand ihnen nun noch ein richtiger Kraftakt bevor. Alle Tauben wurden an Schnüren befestigt, die Küster Norbert Düring und Pater Markus dann am Netz befestigten. "Ohne das Netz hätten wir das nicht machen können", erklärt Pater Markus.
Dass 1000 Tauben doch eine sehr große Menge sind, merkten die Helfer bei der Aktion. Zweieinhalb Stunden wurde hart gearbeitet, bei den Kindern ließ da die Konzentration schon ein wenig nach. "Ich bin froh, dass so viele Eltern uns unterstützt haben", sagt Yvonne Sturmat.
"So etwas hat man nicht alle Tage", meint Anna Sophie Sturmat, die auch zuhause Tauben gebastelt hat. Wie viele sie selbst gefertigt hat, kann sie nur schätzen. 100 könnten es schon sein. Für die Kinder gibt es eine schöne, kleine Belohnung: Nach langer Zeit ist es wieder einmal gelungen, ein eigenes Stammescamp auf dem Totnansberg zu veranstalten.