Geboren am 5. Juli 1923 in Frankfurt a. M., hat er bereits mit zehn den Eltern Barbara und Michael seinen Berufswunsch geäußert: Augustinerpater wolle er werden. Zugleich bat er seine Eltern, ihn in ein Ordensinternat gehen zu lassen. Stationen waren die Vorbereitungsschule Fährbrück und Weiden i. d. Opf., mit Besuch des dortigen humanistischen Gymnasiums. Nach Auflösung der Klosterschule durch die Nazis machte er in Münnerstadt das Abitur, um dann kurz danach zum Militärdienst eingezogen zu werden.
Ende 1945 kehrte er aus amerikanischer Gefangenschaft zurück. Es folgten ein Jahr Noviziat, das Studium der Philosophie und der Theologie an der Universität Würzburg sowie nebenbei Musikstudium am Konservatorium Würzburg. Zwischenzeitlich legte er am 16. September 1949 die feierliche Profess ab, in der er sich endgültig an die Ordensgemeinschaft der Augustiner band.


38 Jahre Internats-Direktor

Durch Handauflegung von Bischof Julius Döpfner empfing er am 13. August 1950 in der Würzburger Augustinerkirche die Priesterweihe. Fast nahtlos kam seine Versetzung nach Weiden als Erzieher an das Studienseminar. Schon drei Jahre danach wurde er zum Direktor des Internates mit über 300 Schülern ernannt. Diese verantwortungsvolle Aufgabe oblag ihm 38 Jahre. Noch heute danken ihm viel ehemalige Schüler für die Erziehung, die sie durch ihn im "Semi" erfahren haben und die er für ihr Leben geprägt hat. Das zunehmende Alter und das Nachlassen der Kräfte machten es nötig, dass P. Amandus am 8. Dezember 2006 in die ordenseigene Pflegestation nach Würzburg übersiedeln musste, wo er seither gepflegt und betreut wird.