Der Tegut-Markt in der Saalestraße ist in die Jahre gekommen. Mit rund 43 Jahren nicht weiter verwunderlich. Doch nun sind die Tage der "HaWeGe", wie das Gebäude im Volksmund noch immer heißt und der Kreuzung dort den Namen gab, gezählt. Nach 16 Monaten Planungszeit begann jetzt mit dem offiziellen Spatenstich der Bau eines neuen Tegut-Marktes.
Der neue Markt soll gleich neben dem bisherigen entstehen. Autowaschanlage, Werkstatt und Getränkemarkt auf dem Gelände sind in den vergangenen Wochen abgerissen worden. Damit ist die Fläche weitgehend freigeräumt, auf der nun gebaut wird. Schon im kommenden Frühjahr will das Fuldaer Unternehmen hier auf rund 2800 Quadratmetern Fläche - und damit knapp 400 Quadratmetern mehr als bisher - sein Sortiment anbieten, wie Projektleiter Siegfried-Mario Kremser erläuterte.
Architektonisch wird das Gebäude durch sein geschwungenes Dach auffallen. Der Neubau ist L-förmig konzipiert. Im längeren Arm entlang der Saalestraße wird der Lebensmittelmarkt einziehen, im zweiten - Richtung des bisherigen Getränkemarktes - will dm Drogerieprodukte anbieten.
Tegut lässt sich das Vorhaben etwas kosten. Wie Projektleiter Kremser erklärt, beläuft sich die Investition alleine für den Neubau auf rund 6,7 Millionen Euro, wobei fünf Millionen für den Bau und 1,7 Millionen für die Einrichtung ausgegeben werden.Dafür entsteht ein moderner Markt, der höchsten energetischen Ansprüchen genügt, worauf bei Tegut besonderes Gewicht gelegt wird. So werden, laut Kremser, fast ausschließlich LED-Lampen zum Einsatz kommen, in den Kälteanlagen nur natürliche Kühlmittel. Eine separate Heizanlage benötigt der Markt nicht, da die 2400 Quadratmeter große Fußbodenheizung über die Abwärme der Kälteanlagen betrieben werden kann. Mit dem Projekt, so betont Kremser, werde ein etablierter Standort weiter entwickelt: für das Unternehmen, für das Angebot guter Lebensmittel und vor allem auch für die Kunden.
Über die Stärkung des Standorts Bad Neustadt zeigten sich Stadtbaumeisterin Barbara Stüdlein und Dritter Bürgermeister Karl Breitenbücher erfreut. Als "Grüner" war Letztgenannter sehr angetan vom energiesparenden Gebäude und den regionalen und fair gehandelten Produkten. Auch Filialgeschäftsführer Torsten Schulz zeigte sich hochzufrieden, dass der jahrelang erwartete Neubau, dessen Architektur ihm gut gefällt, jetzt umgesetzt wird.
Und die "alte HaWeGe"? Dort können die Kunden noch einkaufen, bis der neue Einkaufsmarkt öffnet. Dann wird das Gebäude abgerissen, an seiner Stelle entstehen Parkplätze.