In der Aula im Münnerstädter Schönborn-Gymnasium sind die Musiker hochkonzentriert. Claus Helbig stimmt mit seiner Gitarre die ersten Töne zu "The House of the rising sun" an. Melodisch stimmen die Mitglieder der Panflötengruppe Cum Pan ein. Wer zuhört, wird innerlich ganz ruhig. Die Panflöte besitzt eine Magie, der sich niemand entziehen kann.
Natürlich ist jahrelanges Üben erforderlich, bis man das Instrument so gut beherrscht wie die Mitglieder von Cum Pan. Wenn man mit ihnen über ihre Musik spricht, hört man aber noch immer eine große Begeisterung heraus. Leiter des Ensembles ist der Gochsheimer Klaus Götzelmann. "Bei einem Kurs an der VHS in Münnerstadt, den ich 2009 leitete, hat alles angefangen", erzählt Götzelmann. Die heutigen Mitglieder des Ensembles haben sich zum größten Teil dort kennengelernt. Götzlemann spielt die Panflöte seit mehr als zehn Jahren, noch heute besucht er regelmäßig Kurse bei Koryphäen wie Ulrich Herkenhoff, dessen ambitioniertes Projekt es ist, die Panflöte als Konzertinstrument zu etablieren.


Die größte in Deutschland

Die Panflötengruppe Cum Pan ist die größte Panflötengruppe in Deutschland, sagt Götzelmann mit ein wenig Stolz in der Stimme. Panflöte wird meist von Solisten gespielt, in der Gruppe kann sie aber noch einmal eine ganz andere lautliche Bandbreite erreichen, wie die Proben eindrucksvoll zeigen.
Das Programm, das die Kombo beherrscht, ist sehr vielseitig. Neben Balladen und Volksmusik stehen natürlich auch südamerikanische Stücke auf der Liste, ebenso wie Gospels oder schottische Stücke. "Auch Klassiker wie das allseits bekannte 'Ave Maria' und Kirchenmusik gehören zu unserem Repertoire", sagt Götzelmann.
Auch für die Münnerstädterin Marianne Fischer, die außerdem noch Querflöte spielt, ist die Panflöte im Moment Favorit. "So zwei- bis dreimal die Woche bereitet man sich schon daheim vor, wenn das Konzert ansteht" erklärt sie. Das Ensemble trifft sich dann ein Mal pro Woche, ansonsten im 14-tägigen Rhythmus.
"Man entwickelt einen größeren Ehrgeiz, wenn man gemeinsam mit anderen übt. Das motiviert und sorgt dafür, dass man sich beim Spielen noch mehr anstrengt", berichtet Wilma Rumpel. Die Gemeinschaft ist allen aus dem Ensemble sehr wichtig. Wer gemeinsam musiziert, muss sich ja aufeinander einlassen können und sich blind verstehen. Sonst würde das Zusammenspiel nicht funktionieren.
Bei dem Konzert, das am Sonntag, 20. Dezember, in der Aula des Johann-Philipp-vonSchönborn-Gymnasiums in Münnerstadt stattfindet, nimmt Cum Pan die Zuhörer mit auf eine Reise nach Amerika, Frankreich und Schottland. Natürlich werden bei dem rund einstündigen Konzert auch Balladen und Weihnachtslieder gespielt. Beginn ist um 17 Uhr.
"Wir wollen den Menschen, die unser Konzert besuchen, einfach eine schöne Zeit bereiten", erklärt Klaus Götzelmann. Deshalb werden nur Spenden entgegengenommen, die an die Palliativstation des St-Josefs-Krankenhauses in Schweinfurt gehen.