Durch den Erwerb des leer stehenden, angrenzenden Gehöftes "Geiß" wurde es erst möglich, den Gemeindebauhof in Thundorf entscheidend zu erweitern. Von vielen als Glücksfall bezeichnet, wurden die Nebengebäude, nutzbar als Werkstatt, Garagen, und Lagerräume, umgebaut. Lediglich die Stallungen, als Abgrenzung der beiden Grundstücke und künftiger Durchfahrt, sowie die marode Scheune fielen der Spitzhacke zum Opfer.
"Es war an der Zeit, dass der beengte Gemeindebauhof erweitert wird", sagte ein Schaulustiger vor Ort. Die bisherige Halle diente sowohl als Garage für die Gemeindefahrzeuge und auch als Lagerraum für alle Materialien, die für den Betrieb notwendig sind.
Früher hatte im heutigen Rathaus der evangelisch-lutherische Pfarrer sein Domizil mit einer dazugehörenden Scheune. Als 1972 die Pfarrei aufgelöst wurde, machte sich Altbürgermeister Felix Braun (†) dafür stark, dass das Anwesen von der Gemeinde erworben wurde. Seither ist dort das Rathaus untergebracht. Die Scheune wurde eingelegt, und daraus entstand der gemeindliche Bauhof. Der Erwerb des angrenzenden, leer stehenden Gehöftes "Geiß" hat es nun ermöglicht, den Bauhof entscheidend zu vergrößern.
Bei der Richtfestfeier sprach der Zimmerermeister Roman Schmitt von der Firma "Holzbau Krug" aus Stadtlauringen den Richtspruch und stieß mit Stefan Braun, dem Vertreter der Baufirma Peter Saal, auf das gelungene Bauwerk an.
Die bisherigen Kosten für die Abbrucharbeiten, den Umbau der bestehenden Nebengebäude, die Erweiterung des Bauhofes sowie der Neubau der Halle belaufen sich derzeit laut Verwaltung auf 170 568 Euro. In das 1969 erbaute Wohnhaus sollen laut Bürgermeister Klöffel ein Sozialraum für die Beschäftigten, ein Büro für den Bauhofleiter und im Obergeschoss Lagerräume geschaffen werden. Diese Räume waren bisher im kleinen Nebengebäude des Rathauses untergebracht, das noch beseitigt wird für eine breitere Haupteinfahrt zum Bauhof.