Der jetzige Plan läuft Ende Dezember nächsten Jahres aus, bis dahin muss nach den gesetzlichen Bestimmungen ein neuer erstellt sein. Forstoberrat Hubert Türich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt an der Saale informierte in der jüngsten Sitzung des Maßbacher Marktgemeinderates im Feuerwehrhaus über das weitere Vorgehen und stand Rede und Antwort.


Das Ziel sind stabile Wälder

Laut Türich muss die Bewirtschaftung des Körperschaftswaldes - also des Waldes von Gemeinden, Landkreisen und des Freistaates - auf Forstwirtschaftspläne gestützt sein. Sie zu erstellen, ist Aufgabe des Freistaates. Die Pläne, die es in Unterfranken seit dem Jahr 1841 gibt, enthalten unter anderem einen Rückblick auf die letzten 20 Jahre mit einer Inventur des Waldes, Pflegemaßnahmen mit Neuanpflanzungen sowie Entnahmen (Holzhieb).
Türich betonte, Ziel sei es, naturnahe, gesunde, leistungsfähige und stabile Wälder zu erhalten oder zu schaffen. Dabei müssten auch veränderte Umweltbedingungen, insbesondere der Klimawandel der vergangenen Jahre und Jahrzehnte, mit einfließen und an die Pflanzung der dafür geeigneten Baumarten gedacht werden.


20 Jahre Laufzeit

Die Laufzeit der Pläne beträgt zwar 20 Jahre, aber nach zehn Jahren gibt es eine Zwischenrevision. Ausgearbeitet werden die Pläne nicht von der Forstverwaltung, sondern von freiberuflichen Forstsachverständigen. Sie werden im Einvernehmen mit der Gemeinde von der Forstverwaltung beauftragt. Die Gesamtkosten für die neue Forsteinrichtung für den Maßbacher Gemeindewald betragen etwa 25 000 Euro. Marktgemeinde und Freistaat tragen die Kosten je zur Hälfte. Notwendiges Hilfspersonal muss allerdings die Gemeinde finanzieren.


Festmeter Polterholz für 44 Euro

So sieht der Zeitplan aus: Die Forsteinrichtung beginnt im Frühjahr 2016, die Ergebnisse liegen im Herbst 2016 vor. In Kraft tritt der Plan dann am 1. Januar 2017. Der Marktgemeinderat beschloss schließlich einstimmig, die Neuerstellung des Forstwirtschaftsplanes durchzuführen und zeigte sich mit der vorgeschlagenen Vorgehensweise einschließlich der anteiligen Kostenübernahme in Höhe von rund 12 500 Euro einverstanden.
In der Sitzung wurden auch die Jahresbetriebspläne 2016 für die Holzernte und Bestandspflege von den Försterinnen Ute Kerschbaum und Hannah Severin von der Forstbetriebsgemeinschaft Fränkische Rhön und Grabfeld vorgestellt und einstimmig gebilligt.
Schließlich wurde auch der Preis für Brennholz aus dem Gemeindewald festgelegt: Polterholz kostet 44 Euro pro Festmeter, Hartholz 15 Euro pro Ster, Weichholz zehn Euro pro Ster.


Brennholzbestellung bei der VG

Wie in den letzten Jahren werden Holzbestellungen zentral nur bei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) ab dem 9. November angenommen. Wer dieses Jahr nicht zum Zug kommt, soll in eine Warteliste aufgenommen werden und im nächsten Jahr vorrangig bedient werden.