Neuwahlen standen bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Münnerstadt an. Dabei gab es kaum personelle Veränderungen. Neue Schriftführerin ist Monika Guck, da Amtsvorgänger Arnold Nöth im vergangenen Jahr gestorben ist.

Mario Schmitt und Alexander Kessler gehören nun als Beisitzer dem erweiterten Vorstand an. Wenig Änderungen gab es auch in den Reihen der Kreisdelegierten (siehe Info-Kasten).


Eduard Lintner 55 Jahre Mitglied

Der alte und neue Vorsitzende Michael Kastl nahm die Ehrungen vor. So erhielten Winfried Sauer und Alrun Lintner Urkunde, Ehrennadel und Präsent für 40 Jahre Mitgliedschaft und Friedolin Weigand für 45 Jahre. Für 55-jährige Mitgliedschaft wurde Eduard Lintner ausgezeichnet. Schatzmeister Oliver Schauber konnte im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Plus der Kasse vorweisen.

Kastl hob in seinem Rückblick die zwölf Veranstaltungen "Kommunalpolitik hautnah" sowie die Beteiligung der CSU am Ferienprogramm der Stadt, mit einem Besuch bei der Polizei in Bad Kissingen hervor. Er verwies er darauf, dass der Besuch aufgrund der damaligen Sicherheitslage bis zuletzt auf der Kippe gestanden hatte.
Aktuell, so Kastl, habe der CSU-Ortsverband 84 Mitglieder, sechs weniger als im Vorjahr, was auf drei Todesfälle und drei Austritte zurückzuführen sei. Er dankte den Mitgliedern der Frauenunion Münnerstadt für ihren Einsatz, denn "ohne die Frauenunion wären wir aufgeschmissen". Am Ende seines Berichtes sendete Kastl noch Genesungswüsche an den sich im Krankenstand befindenden Ersten Bürgermeister Helmut Blank.

Kastl, der, wie ihm mitgeteilt wurde, auch in nächster Zeit die Vertretung Blanks innehaben werde, legte einen Bericht zur Kommunalpolitik vor. Hierbei kam er auf das das vergangene Jahr beherrschende Thema Hallenbad zu sprechen. So stand die CSU-Fraktion, mit dem Ziel der Haushaltskonsolidierung, hinter dem Abrissvorhaben. Nach dem Bürgerentscheid von Dezember 2016 stehe nun ein Kostenabgleich zwischen Abriss und Sanierung an, wozu sich ein Arbeitskreis gebildet und seine Arbeit aufgenommen hat. Der Vorsitzende schlug vor, dessen Ergebnisse abzuwarten, bevor weiter Schritte unternommen würden. Auch wenn in der Kommunalpolitik seit geraumer Zeit ein Knick festzustellen sei, findet Kastl, dass trotzdem ein guter Vorschlag auch Zustimmung bekommen müsse.

Er verwies auch auf die am Wochenende beginnenden Haushaltsberatungen und nannte einige Projekte, so etwa den Neubau des Feuerwehrhauses in Münnerstadt, mit Erschließung der "Lache", Sanierung der Mehrzweckhalle, das Auflegen eines zusätzlichen Förderprogramms für die Altstadt, die Einrichtung von Sanierungsgebieten und Erschließung von Neubaugebieten in einigen Stadtteilen.

Am Ende richtete Kastl seinen Dank an den Ortsverband, die Fraktion sowie an die Stadträte, für die gute Zusammenarbeit. Fraktionssprecher Georg Heymann schloss sich dessen Ausführungen an, betonte, dass man weiterhin auf das ZDF-Prinzip (Zahlen-Daten-Fakten) baue und dankte ebenfalls den Stadtratskollegen für ihre Arbeit.

Eduard Lintner gab noch einen kurzen Einblick in die bundes- und landespolitische Situation der CSU und warnte vor der Zunahme an populistischen, rechtsradikalen und anti-europäischen Bewegungen.


"Kultourismus" und Hallenbad

Unter dem Punkt Verschiedenes wollte Kurt Schopf wissen, was denn geschehe, wenn Mitglieder ihren Beitrag nicht bezahlen würden. Diese würden, so Kastl, zunächst persönlich angesprochen werden, bei weiterer Nichtzahlung bliebe nur der Ausschluss. Monika Rest fragte, wie der Stand in Sachen "Kultourismus" und insbesondere mit dessen Personal sei, ob man sich von diesem abwende? Dazu sagte Kastl, dass man sich nicht vom Personal abwende, sondern von der Unternehmensform. Da es mit der Rückführung zur Stadt die Arbeitsstellen in der bisherigen Form nicht mehr gäbe, sei eine Neuausschreibung der Stellen notwendig. Und was die Zukunft von "Kultourismus" sei, das werde sich in den nächsten Monaten zeigen. Bert Bauer hakte zum Thema Hallenbad nach und wollte wissen, bis wann der Kostenermittlungsprozess abgeschlossen sein müsse. Dazu könne er, so Kastl, keine genaue Aussage treffen, da es zum einen die Bindungsfrist für den Bürgerentscheid gebe, andererseits bis zum Jahresende in Hinblick auf die erhaltenen Fördermittel eine Entscheidung geben müsse.


Neuwahlen

Vorstand: Vorsitzender Michael Kastl, stellvertretende Vorsitzende: Michaela Wedemann und Torsten Harnus, Schriftführerin Monika Guck, Schatzmeister Oliver Schauber.

Beisitzer : Bert Bauer, Jürgen Eckert, Heribert Gessner, Georg Heymann, Alexander Kessler, Thomas Meckl, Arno Schlembach, Kerstin Schneider, Burkard Schodorf, Mario Schmitt.

Kassenprüfer: Manfred Blank, Sebastian Gessner

Kreis(ersatz)delegierte des CSU-Ortsverbandes: Delegierte: Helmut Blank, Monika Guck, Torsten Hanus, Georg Heymann, Michael Kastl, Alexander Kessler, Inge Müller, Kerstin Schneider, Michaela Wedemann.Ersatzdelegierte: Manfred Blank, Sebastian Gessner, Eduard Lintner, Thomas Meckl, Oliver Schauber, Arno Schlembach, Mario Schmitt, Burkard Schodorf.