Ein kleines, schattiges Plätzchen, an dem man sich ausruhen kann. In Fridritt gibt es viele schöne Plätze, der kleine Teich an der Pumpstation gehört zu den schönsten. Weil die alten, mobilen Bänke hinüber waren haben Alfred Eckert, Jürgen Eckert, Erich Schlembach und Walter Arnold jetzt zwei neue fest installiert. Das sind Nummer 13 und 14 in und um Fridritt. Die Bauhofmitarbeiter der Stadt Münnerstadt haben die Fridritter dafür nicht angefordert und die Kommune wird auch keine Rechnung für Material oder Arbeit bekommen. "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott", sagt Alfred Eckert. Die Dorfgemeinschaft kümmert sich um so etwas selbst.

Mit und ohne Lehne

Aber manchmal wird ihnen auch geholfen. Diesmal haben sie von der Klosterschreinerei Weiß in Münnerstadt zwei Wangen geschenkt bekommen, wodurch eine der beiden Bänke eine Lehne erhalten hat. "Die ist für die älteren Leute", scherzt Alfred Eckert. Die andere ist - wie fast alle Bänke - ohne Lehne. "Für die Jugend." Am Friedhof, am Wanderweg nach Münnerstadt und am Weißbild sind unter anderem die anderen Bänke zu finden. "Man muss ja was machen als Rentner", meint Alfred Eckert.
Er hat noch eine besondere Art, seine Dorf zu gestalten. Der frühere Werkzeugmacher, der als jungen Mann oft in der Schmiede seines Onkels mitgearbeitet hat, hat inzwischen vier kleine metallene Kunstwerke im Ort verteilt. Zum Froschkönig und der Schlange im Ortszentrum sind inzwischen noch "Amors Pfeil" am Teich an der Pumpstation und "Gebrochenes Herz" am Friedhof hinzu gekommen. Auf die Idee mit dem gebrochenen Herz ist er gekommen, weil er gesehen hat, wie sehr zwei Fridritter nach dem Tod ihrer Ehepartner gelitten haben. Die nächsten kleinen Kunstwerke sind schon fertig, sie müssen nur noch aufgestellt werden.

Froh über Zufahrtsstraße

Auch wenn die Fridritter sich um vieles selbst kümmern, der Stadt Münnerstadt sind sie sehr dankbar, dass ein uraltes Problem aus der Welt geschafft worden ist: Die Zufahrtsstraße aus Richtung Münnerstadt. "Die hätte schon vor 40 Jahren nach Gebietsreform gemacht werden sollen", sagt Ortsreferent Jürgen Eckert (CSU). Allerdings sei das nicht passiert. "Der Bauhof hat sie immer sehr gut geflickt", lobt er. Das war aber auf Dauer nichts. Im Herbst vergangenen Jahres ist nun eine neue Tragdeckschicht aufgebracht worden. Für die nächsten Jahre wird das reichen.

Neubau und Umbau

Wer auf jener Straße nach Fridritt fährt, sieht schon von weitem, dass im Ort etwas umgesetzt wird, was gerade in der jüngsten Stadtratssitzung ein großes Thema war. Während auf der einen Seite ein neues Haus auf einem bisher unbebauten Grundstück errichtet wird, baut ein ehemaliger Einwohner, der seine Jugend in Fridritt verbracht hat, nun ein altes Haus im Ortszentrum um. "Das hat mindestens 40 Jahre leer gestanden." Es tut sich etwas im Dorf.
Alfred Eckert beispielsweise hat viele Jahre lang überall im Dorf mit angepackt, wenn es etwas zu richten gab. Schmunzelnd erinnert er sich daran, dass der frühere Ortssprecher Kurt Schopf oft bei ihm war, um ihn um Hilfe zu bitten. "Wenn er nicht mehr Ortssprecher ist, dann geht es mir gut", hat sich Alfred Eckert damals selbst gesagt. Ironie der Geschichte: Der neue Ortsreferent ist noch öfter da. Es ist Jürgen Eckert, der eigene Sohn. Aber: "Man muss ja was machen als Rentner."