Für die meisten, die ihn kannten, kam sein Tod überraschend, obwohl er seit einigen Monaten an einer unheilbaren Krankheit litt.

Sotiers Lebensmotto lautete: "Ärger ist schlimm, Stress ist gesund." Gemäß dieser Einstellung half er auch nach dem Eintritt ins Rentenalter noch tatkräftig im Geschäft, in der Gaststätte oder im Biergarten mit. Dabei blieb er immer gelassen, mit einer gehörigen Portion Schlagfertigkeit und Humor. Sie gaben dem beliebten, gebürtigen Großwenkheimer bis ins hohe Alter seine jugendliche Frische und Dynamik.

Die Arbeit bestimmte immer sein Leben. 1964 legte Sotier in München die Meisterprüfung im Bäckerhandwerk ab, um die elterliche Bäckerei, die nicht mehr besteht, zu führen. Von den Eltern übernahm er 1965 das Gasthaus "Zum Adler" und das Lebensmittelgeschäft, hinzu kamen 1972 eine Bundeskegelbahn und 1979 ein Schießstand, der nicht mehr existiert. Im Jahre 1996 entstand der heutige Edeka-Markt, den sein Sohn Matthias fortführt.

1961 heiratete Karlheinz Sotier seine Frau Rita, mit der er drei Söhne hatte. Ein Plausch "über Gott und die Welt" mit Übernachtungsgästen und im Geschäft lag ihm besonders am Herzen und wurde von den Kunden wegen der familiären Atmosphäre sehr geschätzt.

Sotier war Mitglied in mehreren Großwenkheimer Vereinen. "Freude an der Arbeit" war sein Hobby auch im Rentenalter. "Ich muss nicht arbeiten, ich kann arbeiten", fügte er als Rentner humorvoll und augenzwinkernd an. Wichtig war ihm viele Jahre der Urlaub mit seiner Frau. Sotier hinterlässt seine Frau Rita, seine drei Söhne mit Familien und zwei Enkeltöchter. Der Termin für die Urnenbeisetzung wird unter www. grosswenkheim.de bekanntgegeben.