Der Burghausener Robert Reuscher hat sie mit der Motorsäge erschaffen. Daneben hat Reuscher auch noch einen Heiligen geschnitzt. Es ist der Patron der Imker, der heilige Ambrosius, der nun neben dem Ambrosiusbildstock am Lehrbienenstand steht.

Die fünf hölzernen Waldgeister stehen entlang des Waldweges, der vom Rondell oberhalb des Thoraxzentrums zur Michelskirchruine führt. Entstanden sind sie aus denStammresten gefällter Bäume. Der Münnerstädter Stadtförster Jörg Mäckler hatte sie extra für Robert Reuscher stehen lassen, damit er dort etwas Kreatives schaffen kann. Die Stümpfe seien schon einige Zeit dort gestanden, ehe er sich an die Arbeit gemacht hat, erklärt Reuscher. Waldgeister, findet er, passen in den Wald. Der Burghausener Motorsägenkünstler hat mit diesen Arbeiten vor allem auch an Familien mit Kindern gedacht. "Da ist die Wanderung dann nicht so langweilig", meint Reuscher.

Auch die Ambrosiusfigur ist aus dem Stumpf eines gefällten Baumes entstanden, erzählt Dieter Schölzke vom Imkerverein Münnerstadt und Umgebung. "Wir haben uns gefreut, dass die Figur jetzt fertig ist", betont Schölzke. Und es war eine Überraschung für die Vereinsmitglieder, die eher mit einer tierischen Figur gerechnet hatten.


Der Schutzpatron der Imker

Die Idee für den Heiligen kam von Robert Reuscher selbst. Er ist auch Bienenzüchter und weiß, dass der Heilige als Schutzherr der Bienenzüchter gilt. Die Verehrung des Heiligen als Schutzpatron der Imker beruht auf einer Überlieferung. So soll sich in der Kindheit des Heiligen ein Bienenschwarm aufdessen Gesicht niedergelassen haben. Die Bienen seien in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. Deshalb hat auch Reuschers Ambrosiusfigur eine große Mundöffnung. Es ist geplant, dass einmal hinter der Figur ein kleiner Bienenstock angebracht wird und der Mund des Heiligen dann das Einflugloch wird. In diesem Jahr sei es allerdings zu spät, einen neuen Bienenstock aufzubauen. Man werde dies auf das nächste Frühjahr verlegen, so Dieter Schölkze.

Wieviele Motorsägenskulpturen er bereits in den Wäldern geschaffen hat, weiß Reuscher nicht so genau. Es sind viele. Zwischen Spessart und der Rhön findet man die kauzigen Gesellen in den Wäldern. Manche seiner Figuren sind schon wieder verschwunden - der Zahn der Zeit hat an ihnen genagt; ein paar sind auch einfach über Nacht verschwunden.

Robert Reuscher hat keine Probleme damit, dass seine Werke nicht von Dauer sind. "Nix ist für die Ewigkeit", meint er. Das wichtigste ist ihm, dass er selbst Spaß daran hat, solche Figuren zu erschaffen und die Menschen sich draußen in der Natur daran freuen.