Flughäfen haben ihn, manche Hotels verfügen darüber, und jetzt soll ihn auch die Stadt Münnerstadt bekommen: kostenlosen Zugang ins Internet über Wlan. "Die Jugendlichen wünschen sich das für die gesamte Kernstadt", sagt Jugendreferent Klaus Schebler (Neue Wege). Aber nicht nur das. Klaus Schebler ist unter anderem auch Referent für Tourismus und sieht durch das freie Wlan Vorteile für den Fremdenverkehr. "Damit kann die Stadt werben", meint er.


Brief geschrieben

Der Initiator hat sich schon seine Gedanken gemacht, wie das Ganze funktionieren soll. "Ich habe bereits an Finanzminister Markus Söder geschrieben und gehe davon aus, dass Bürgermeister Helmut Blank das auch noch tun wird", sagt er. Denn Söder habe zugesagt, die Einrichtung von zwei Hotspots pro Stadt zu finanzieren. So weit, so gut, aber um die Stadt halbwegs flächendeckend mit Wlan zu versorgen, bräuchte man drei Hotspots, und zwar am Marktplatz, am Anger und am Stenayer Platz, findet Klaus Schebler. Die Finanzierung des Aufbaus eines dritten Hotspots dürfte kein Problem sein. "Das ist nicht so teuer", meint der Initiator. Das eigentliche Problem seien die monatlichen Kosten.

Inzwischen hat Klaus Schebler elektronische Post vom Heimatministerium erhalten. "Die Erprobungsphase nähert sich mittlerweile ihrem erfolgreichen Ende, so dass eine Aufnahme weiterer Standorte in Anbetracht der in Kürze anlaufenden breiten Einführung von BayernWlan nicht mehr vorgesehen ist", ist da zu lesen. Doch das sind keineswegs schlechte Nachrichten, denn es heißt weiter in dem Schreiben: "Wir würden uns allerdings sehr freuen, wenn Sie mit ihren interessanten Projekten der Jugendarbeit und Integration zu den ersten Nutzern des BayernWlan im Rahmen der bayernweiten Einführung gehören würden, die ab Juli beginnen wird." Dazu hat Klaus Schebler eine Kontaktadresse erhalten. Diese Entwicklung gefällt ihm natürlich sehr gut.


Kostenträger gesucht

Er plädiert dafür, dass die laufenden Kosten für zwei Hotspots von der Stadt übernommen werden. "Da spricht nichts dagegen", sagt Bürgermeister Helmut Blank (CSU) dazu. Er war zwar von nur einem Hotspot ausgegangen, werde aber auch gerne zwei in den Stadtrat einbringen, meint er. Das Stadtoberhaupt hatte bereits bei der Sanierung des Stenayer Platzes für die Einrichtung eines Hotspots plädiert. "Damals war die rechtliche Lage aber noch unklar", sagt er. Das habe sich ja inzwischen geändert.

Wegen des Unterhalts des dritten Hotspots hat Klaus Schebler Kontakt zum Gewerbeverein "Kaufhaus" Mürscht aufgenommen. "Wir möchten auch gerne freies Internet in der Stadt", sagt Vorsitzender Arno Reuscher. Inwieweit sich der Gewerbeverein einbringen kann, soll dort diskutiert werden. Prinzipiell signalisierte Arno Reuscher die Bereitschaft zur Unterstützung. "Aber es muss bezahlbar sein."

Klaus Schebler ist sehr zuversichtlich, dass die drei Hotspots in absehbarere Zeit zur Verfügung stehen werden. Auch in puncto eines von der Jugend unterhaltenen Projektes in einem momentanen Leerstand wird es bald weitergehen, kündigte Klaus Schebler an.