Sie wollen die Immobilien des Rindhofs komplett sanieren und zukunftsweisend umgestalten. Da die Baumaßnahmen in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises Bad Kissingen fallen, informierte sich Landrat Thomas Bold zusammen mit dem ehemaligen Landtagsabgeordneten Robert Kiesel (Reiterswiesen) vor Ort über die Pläne. Rudolf Weigand und Josef Rossel (Rheinfeldshof), der die Kontakte geknüpft hatte, erklärten Bold und Kiesel bei einer Rundfahrt über das Golfplatzgelände. Danach wurden die Gebäude besichtigt und die geplanten Bauvorhaben erläutert.


Landrat ist beeindruckt

"Ich bin vom Platz total beeindruckt, von der Weitläufigkeit und wie die Anlage in die Natur eingebunden ist", sagte Thomas Bold zum Golfplatz. Wie Rudolf Weigand erklärte, wolle er alle Gebäude sanieren und teilweise neuer Verwendung zuführen. Aktuell habe er die baulichen Genehmigungen vom Landkreis bekommen. Nun werden zuerst das Restaurant erweitert, neue Umkleide- und Duschmöglichkeiten, eine neue Heizung, ein veränderter Eingangsbereich und neue Wohnangebote geschaffen. Dies soll soweit wie möglich noch in diesem Jahr geschehen. Dabei wird Wert auf Barrierefreiheit gelegt.


Neun statt sechs Löcher

Erweitert auf neun Löcher wird der vorhandene Sechs-Loch-Kurzplatz. "Ich möchte ein Kommunikationszentrum, das Leute anreizt", sagte Weigand. Er denkt an Therapiemöglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Rhön-Klinikum in Bad Neustadt oder anderen Kliniken, einen Stellplatz für Wohnmobilisten und Personen, die in der Region Urlaub machen wollen. "Dazu bräuchte ich einen Badesee", schaut Weigand in die Zukunft. Die Führung des geplanten Hotelbereichs könne eine Hotelkette übernehmen. "Ich finde es großartig, dass Herr Weigand den Mut hat, hier zu investieren und sich schon konkrete Ziele gesetzt hat", meinte Robert Kiesel. Er wolle die Vorhaben nach besten Kräften unterstützen. "Das ganze Ensemble hat großes Potenzial und die historische Anlage mit dem prägenden Haus Nivard strahlt einen gewissen Charme aus", sagte Bold. Er lobte das Engagement von Rudolf Weigand, die Geschichte zu bewahren, zumal die Bedeutung zahlreicher Klöster derzeit immer mehr zurückgehe. Da sei es umso wichtiger, wenn jemand Ideen hat, gerade auch im ländlichen Raum zu investieren und das Vorhandene weiter zu entwickeln.


Das Konzept ist stimmig

"Ich finde es gut, wie hier eine gute Entwicklungsmöglichkeit für den Rindhof und den Golfplatz aufgezeigt wurde", sagte der Landkreischef. Das vorgestellte Konzept sei stimmig und überzeugend. Dadurch erfahre die gesamte Region eine deutliche Aufwertung. Er sagte seine persönliche Unterstüzung und die des Landkreises Bad Kissingen für das Vorhaben zu. Wenn alle Gebäude saniert, isoliert und ausgebaut sind, soll das unter Denkmalschutz stehende Haus Nivard, in dem der letzte Bildhäuser Abt Nivard Schlimbach seinen Lebensabend bis zu seinem Tode am 5. Mai 1812 verbrachte, saniert werden. Beeindruckt zeigten sich Bold und Kiesel auch von der Kirche im Rindhof und dankten Rudolf Weigand, dass er das Gotteshaus weiter für kirchliche Zwecke zur Verfügung stellt. Einig waren sich alle, dass eine Kooperation, eine Vernetzung mit den umliegenden Golfclubs mit Blick in die Zukunft wünschenswert sei.